und die Armee für nothwendige Stände erklärt, weil sie denGeist und das Gemüth repräsentiren! nachdem er die Kasten-Einrichtungen der Indier und der Negypter als das Ideal allerStaatsverfassnng gerühmt, weil — man während ihrer Dauer diekolossalen Felsentempel bei Goa und Pyramiden gebaut!
Kotzebne's tragisches Ende wird in Ihrer Gegend, wo seinWirken nur für die Bühne von Bedeutung war, jetzt schon ziem-lich vergessen sein. Wie aber diese Begebenheit ans die Gefühleder Deutschen gewirkt, haben Sic nicht gewußt, wenn Sie dar-über nur in den öffentlichen Blättern Nachrichten suchen konnten.Mich führt zu diesem Gegenstände nicht nur die Merkwürdigkeitdes Vorfalles selbst, als eines Zeichens der Zeit, sondern aucheine sehr natürliche Jdeenverbindung. Kotzebne's Reise in dieRheingegenden war, wie in mancher andern, so auch in der Hin-sicht eine Entdeckungsreise, daß er die unbekannte Quelle jenesBuches „Welt »nd Zeit" zu erforschen suchte, welche die Ufer desRheins und des Mains mit Zerstörung und Segen zu überströmendrohte, wie die unbekannte Quelle des Nils, Aegypten.
Die Zeitungen, so viel ich,wciß, drücken über Kotzebne's Er-mordung nichts aus, als den Abscheu gegen die That (an sichganz in der Ordnung) »nd höchstens ein schüchternes Bedauernüber die Regierung und die Aufopferung einer so edeln Natur,als es die seines Mörders unstreitig ist. Wie aber das Volk —und von dieser Benennung nehme ich hier und für immer alle die-jenigen aus, die, durch Geburt oder Dienste, de» bevorrech-teten Ständen angehören — über diese That denkt, erfahrenSie durch solche Lohnprodukte des Augenblicks nicht. Die Stimme,die ich in dieser Hinsicht — von Memel bis hieher, überalleine und die nämliche — gehört, eignet sich nicht für die Presse.Die Erscheinungen, welche die öffentliche Stimmung so deutlich zu