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der Geistlichkeit hatte sie zeither bei uns nichts zu fürchten; viel-leicht eher von denen, die gern eine politische Inquisition einge-führt sähen."
Seit dem Jahr 1818 schien er vom Gang der Bölkerangelcgen-heiten, von seinen ehemaligen Erwartungen gar nicht mehr redenzu wollen. Nur auf sein Bayern beschränkt, hier in verfassungs-mäßigen Formen, unter seinem königlichen Volksvater, beglückt,wandte er den Blick ungern anderswo hin.
Die Ermordung Kotzebue's betrübte ihn, Deutschlands wegen,sehr. „Sie kommt mir nicht aus dem Sinn, seit ich sie erfuhr!"schrieb er (den 31. März 18l8): „Es ist dies durch die Konjunkturder Umstände einer der fatalsten Zufälle, der sich nur immer hättezutragen können. Wie werden nun die . . . und die . . . Zeterge-schrei über alle deutschen Studenten, Universitäten, Professoren,über alle Gelehrten erheben und sich als Märtyrer brüsten, diealle Tage der Vehme einer heimlichen Gesellschaft auSgesctzt wären,die doch nur in ihren Köpfen und in ihren verleumderischen Mäu-lern Eristenz hat!
„O theurer Freund, wir gehören zu einem armen, gebrech-lichen Menschengeschlecht, wo wenige niedrige Seelen im Standesind, auch das Ehrwürdigste zu sich herunter zu reißen und in denStaub zu wälzen. Daß die Abstimmung über das Wahlgesetz imfranzösischen Parlament einen guten Ausgang genommen, tröstetmich in mißmuthiger Stimmung."
Und nachher (unterm 29. August 1819): „Ich zweifle, daßauch nur etwas Tieferangelegtes dem Studentenlärmcn zu Grundeliege. Wie alle psychische Gcspcnsterseherei und Selbstmord an-steckend werden können, ohne Verabredung, so auch dieses unbe-stimmte Treiben, das in dem schwärmerischen Sand kulminirt,dessen halber Wahnsinn ja schon dadurch am sichersten als solcher