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Innern Ernstes beraubt worden. Unsere Süffisance hat uns fürganz Europa lächerlich und verächtlich gemacht. — Man kann un-sere Menschen nach den Lebensaltern klasstfiziren. Die von fünfzigbis scchszig Jahren find Elende, entweder ganz hohle Atheistenund Materialisten, oder abergläubige Andächtler. Wir haben fastdie Klasse ehrwürdiger Greise nicht mehr. — Unsere Leute vonvierzig Jahren, die dowmss ev place, sind bloß Raublustige,aber die vollkommensten Administrateurs und Geschäftsleute, diecs gibt. Solche sind unermüdlich, mit großer Pünktlichkeit vonMorgens fünf Uhr bis spät in die Nacht, wenn es eben gilt, amPult; aber rein-sinnliche Naubthicrc, nur auf Geldmachen undGenießen, als letztes Ziel, gerichtet. — Die jungen Leute vonzwanzig bis sechsunddrcißig Jahren sind in der Revolution er-wachsen, unwissend, roh, haben aber die Welt gesehen, bessereNationen, haben den Degen geführt, haben das tiefe Gefühl derErniedrigung äußern Ruhms, und finden nichts, wenn sie in ihrHerz nach Anhaltpunkten und Trost greifen. Sie allein sind unsereHoffnung; sie sind bereit, das Versäumte nachzuholen und sich nochKenntnisse und Grundsätze zu erwerben. — Unsere philosophircndenPolitiker sind darin übereinstimmend: die ganze Verbesserung desMenschen in der Gesellschaft müsse von dem Hause, von der Fa-milie ansgehen. Denn das sei das Hauptunglück in Frankreich,daß es beinahe keine Familieubande mehr gebe, daß der Vater oftden Sohn nicht liebe und der Sohn dem Vater nicht traue, oftihn verachte. Ich' und meine Freunde sind aus Ueberzengung Roya-listen und Bourbonisten. Und wenn heute der König Ludwig xvmstirbt, so rufen wir ehrlich: Vlvs klrarles XI — Nun freilichzwar — aber es muß dahin kommen, daß selbst die schlechtenKönige nichts Böses thun können?' —
„Ob das Konkordat für Wissenschaft und freie Geistesbildungin Bayern nachtheilig werde, muß man abwarten. Von SeitenZsch. Ges. Schr. 32. THI. 12*