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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
Entstehung
Seite
274
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Die Vorwürfe, welche Schlichtegroll in halbem Scherz undErnst den Schweizern wegen ihrer Erklärung, in diesem Völkcr-kampfe unparteisam stehen zn bleiben, machte, entsprangen auseiner unvollkommenen Kenntniß von der damaligen Lage der Dingein der Schweiz. Weder Oesterreich noch Rußland drangen anfangsdarauf, daß ihren Kricgsvölkern der Zug durch die Schweiz ge-stattet werde. Nur eine schwache Partei in der Schweiz selbstwünschte denselben und forderte dazu ans, um die durch NapoleonsVermittclungsurkunde frei gewordene Mehrheit des Schweizervolkswieder in die ehemaligen Untcrthanenverhältnifse zurückzusioßen.Rußlands Alcrander gab großmüthig sein Wort, daß keine sei-ner Schaarcn den Schweizerboden überschreiten solle. Die freigewordenen Völkerschaften sahen hier voraus, daß mit dem Ein-rücker, der Fremden und mit Aufhebung der Neutralität, also mitFeindseligkeit gegen Frankreich, zugleich das Palladium ihrer Frei-heit, die Vermittelungsurknnde, vernichtet werden würde.Die Einfichtvollern und Wohlwollcndern sahen voraus, daß dasdie Losung zu neuen Unruhen und vielleicht zu Bürgerkriegen wer-den müsse. Sic irrten nicht. Die Oesterreicher rückten ein. DieserEinzug ward von mehren, Städten benutzt, die alte Oberherrschafta» sich zu reiße», die alte Unterthanenschaft des Volks wieder zuproklamircn und das alte unhaltbare herrische und knechtische Ver-hältnis! in volle», Maße wiederhcrzustellen. Der Abt von St. Gallenforderte seine Hcrrnrechte wieder. Aargau und Waadt standen fürihre Freiheit in Waffen auf. Fast in allen Kantonen Unruhe».Der lange Streit konnte erst wieder durch eine neue VermittelungS-iirkunde, durch die Erklärung des Wiener Kongresses, gestillt werden.

Schlicht eg roll übrigens sprach zu jener Zeit die Sprachejedes wahren Deutschen. Daß er bei frommem, vaterländischemZorn in Napoleon nur noch Schlechteres als in einem Augustussah, einen Tiger, einen Tirannen sogar, muß billig der damaligen