Und späterhin, als die schweizerische Tagsatzung ihre Neutra-lität erklärte, schrieb er: „Ich sehe diesen Krieg für einen Prozeßaller selbstständig sein wollenden Völker an, sie mögen nun voneinem Landammann oder König regiert werden, gegen die Tirannei,die sich in neuester Zeit vollständig und ohne Hehl so ausgesprochenhatte, daß Niemandem mehr ein Zweifel obwalten konnte. Wahr-lich, daß Napoleon die Schweiz so schonend behandelte, daß ernicht schon Tessin, Leman, Freiburg u. s. w. abriß und mit seinemKoloß verschmolz, oder besser, seinem unhaltbaren Koloß anlcimte,ist doch wohl weiter kein Glück, als das des Ontis in der Odyssee,dem Polyphem versprach, er wolle ihn, zur Gnade, unter denübrigen Gefährten zuletzt fressen. Der schalkhafte, in seinem In-nern über Euch und Euern republikanisch-klingenden Jargon lächelndevowlmw ließ Euch das Spiel, wie Tiberius und Nero denRömern ihr »8e«»tus popnlusqua kümanus" ließen. Aber inden größer» Fürstcnstaaten hatten wir nicht einmal dieses Spielmehr, durften das Wort teutsch weder mit d noch t mehr aus-sprechcn, noch schreiben, ohne des Tugendbundcs verdächtig zuwerden. Darnm wollen wir uns nun freuen, daß wir das wiederkönnen und daß unsere Fürsten deutsche Worte zu »ns sprechen,uns zum Schutze für Vaterland und Verfassung aufrufen,—Worte, die wir Jetztlebcndcn nie mehr hoffen konnten, zu hören,und auch sicher nie wieder gehört haben würden, wenn der Tiranadie Klugheit Augustus gehabt hätte, oder wenn nicht die großher-zigen Preußen den ersten Anklang zum Zerbrechen der Ketten ge-geben hätten.
„In diesem Augenblick lege ich Arndts „Preußens Volk undHeer" aus der Hand. Das sind Worte des Lebens! — Großesgeschieht, Großes wird gedacht. Ncberall kommen schon Blüthender Zeit, hervorgelockt durch die Deutschland wieder zugekehrteFreiheitssonne."