allgemeinen Stimmung, der damaligen durch Haß, Rache, Neidoder Geistesblödigkcit verbreiteten Vorstellung von der Denkart desaußerordentlichen Mannes, und der Trunkenheit von Hoffnungenzngeschrteben werden, welchen sich die von fremdem Druck befreitenNationen überließen. Schltchtegroll, wie Johannes Müllerund alle Edlern in Europa, schauderten vor dem Gedanken an dieMöglichkeit einer neuen Universalmonarchie, wo zuletzt die ver-folgte Wahrheit, das verfolgte Recht, die verfolgte Freiheit tmganzen Wclttheil kein Asyl mehr gefunden haben würde. Darumjauchzten sie zum Fall Napoleons.
Aber so viel ließ sich auch im schlimmsten Falle, auch wennRußland besiegt worden wäre, mit einiger Sicherheit Voraussagen:daß wenigstens nie eine Universalmonarchie tn den Formen, wieunter Augustns und Karlmagnus, hätte werden und nie weit überdas Lebendes Weltherrn hinausdauern können; daß auch sie, wietn der Natur jedes scheinbare Uebcl, eine unermeßliche Wvhlthatfür Europa zur Folge gehabt haben würde: gewaltigem Anreizzur Selbstständigkeit tn gesittetem, und gewaltigere Verbreitungder Gesittung tn den rohem Völkern des Wclttheils; freieres,verfassungsmäßiges Dastehen der Nationen und Rückkehr vom aber-gläubigen, mittelaltcrischen Pagodcndienst zum gesunden Menschen-verstände tn bürgerlichen und kirchlichen Verhältnissen. FreilichNapoleon und die Franzose» hätten das alles nicht gebracht; abersie waren zum Zerstören des Unhaltbaren gut genug.
„Und wenn Moskau nicht verbrannt wäre," wurde Napoleonvon den Seinigen eines Tages auf St. Helena gefragt, „washätten Sie dann gethan, Sire?"
„Ich hätte in Moskau überwintert," antwortete er*), „tm
*^) ülernorial cks ssinre-Ilelönc. Paris 1823. Dorne V.^,oür 18lö.
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