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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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men, Oesterreich zu vernichten; jnmgekehrt, es blieb für meineEntwürfe unerläßlich nothwendig. Allein Jllyrien in unfernHänden war eine Borhut gegen Oesterreichs Inneres, geeignet,es scstzuhalten; war eine Schildwacht vor den Thoren Wiens,um es zu zwingen, aufrichtig zu gehen; und ferner wollte ich daauch unsere Staatsgrundsätze, unsere Art öffentlicher Verwaltung,unsere Gcsetzordnungen einführen und Wurzel treiben lassen. Daswäre wieder ein Schritt zur europäischen Verjüngung gewesen.Ich hatte Jllyrien nur wie Unterpfand genommen. Ich dachte eseinst wieder zurückzugeben für Gallizien, zur WiedererhebungPolens, die ich gegen meinen Willen übereilt betrieb. Uebrigenshatte ich mit diesem Jllyrien allerlei Entwürfe, und eigentlichwenig fest beschlossene Vorsätze, und zwar, weil ich eben nicht sehr-erpicht war, die Umstände meistern zu wollen, sondern weil ichihnen lieber folgte und ste mich alle Augenblicke zwangen, Sinnzu ändern. Und die Wahrheit zu gestehen, ich hatte meistens garkeine vorgefaßten Entschließungen, sondern nur Plane.

Jedoch auf jeden Fall, besonders nach meiner Vermählung,war es vorherrschender Gedanke in mir, ans Jllyrien für Oester-reich eine Bürgschaft und eine Entschädigung für Gallizien zumachen, sobald Polen, um jeden Preis, zu einer besonder«, un-abhängigen Macht hergestellt würde. Es lag mir nicht viel daran,ob diese Krone auf eines Freundes, Feindes oder BundesgenossenHaupt käme; genug, wenn es geschah; das Uebrige galt mir gleich.

Ich nährte weitläufige und zahlreiche Entwürfe, mein Lieber,und gewiß alle für die Sache der Vernunft und das Interesse derMenschheit. Man fürchtete mich, wie den Wetterstrahl; manklagte mich an, ich trage eine eiserne Hand. Aber hätte ste ein-mal das Ziel getroffen gehabt, würde sich Alles gemildert haben,und für Alle. Wie viele Millionen würden mich dann erst und inder Zukunft gesegnet haben! Aber man muß gestehen, alles Un-