glück fuhr am Ende meines öffentlichen Lebens auf mich zusam-men. Meine unselige Heirath und was — daraus hervorging;dann jener Krebsschaden, Spanien, wovon nicht mehr abzukom-men war; dann der verderbenvolle russische Krieg, der mir ausMißvcrständniß zufiel; die entsetzliche Gewalt der Elemente, welcheein ganzes Heer vernichtete, —endlich die ganze Welt Wider mich!Zst es nicht ein Wunder, daß ich so lange noch widerstehen konnte,und mehrmals nahe daran war, Alles zu übersteigen und aus demChaos mächtiger denn je wieder hervorzugehen? — O Menschcn-schicksal! o menschliche Weisheit und Vorsicht!"
Diese Worte Napoleons scheinen mir hier, als Kommentar zuden Worten und Wünschen eines deutschen Weisen, nicht am un-rechten Orte zu stehen.
Inzwischen, wie sich der französische Kaiser selbst in seinen Er-wartungen täuschte, so fand sich auch Schlichtegroll in seinengutmüthigcn Hoffnungen betrogen. Bald erschienen die großenVorbereitungen zum Zuge Napoleons gegen Rußland. Die Auf-merksamkeit der ganzen Welt richtete sich ahnend und rathend aufdie Ungeheuern, räthselhaften Rüstungen hin.
„Es bereitet sich wieder," schrieb Schlichtegroll (12. April1812) „ein großes Drama vor unser» Augen. Selbst einsichtigeLeute fahren noch fort, sich damit zu tragen, es gehe durch Ruß-land nach Indien. Ich wollte, Napoleon bräche mit der Pforte,nähme erlösend das unterjochte Griechenland, Syrien, Aegyp-ten und die Nordküsten von Afrika. Daun wollte ich mit Simeonsagen: Herr, -nun laß deinen Diener in Frieden fahren, dennmeine Augen haben das Heil gesehen! — Dieser Spuk an denKüsten des mittelländischen Meeres, dem Napoleon vor vierzehnJahren schon ein Ende machen zu wollen schien, sollte zunächstzerstört werden. Das wäre ein Gegenstand, zu dem die bestenMenschen in allen Ländern ihr kiat rufen würden, und der größ-