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ligiösen Standpunkte. Der Drang des betäubenden Augenblicks,das Zunahestehen riesenhafter Erscheinungen, das mangelhafte Er-kennen zusammenwirkeuder Umstände konnte Wohl vorübergehendsein Urtheil verführen, nie sein Herz. Er sah im Spiele der Kö-nige und Völker immerdar die Thaten Gottes. Und zürnte er dem,was ihm im Treiben der Sterblichen sittlich-böse oder unverständigerschien, und beklagte er das Unglück, welches leidenschaftvolleStaatsklugheit über große Länder und Völker verbreitete: zweifelteer doch nie, daß Alles zur wachsenden Veredlung und Verherr-lichung der menschlichen Gesellschaft diene.
. Vielleicht auch, wenn je das Auge eines Fürsten, eines fürst-lichen Rathgebers oder Staatsmannes, einen zufälligen Blick aufdiese Zeilen werfe» sollte, kann es ihnen nicht ganz unwerth sein,zu wissen, wie ein Mann von Hellem und gebildetem Sinn undedelm Gemüth, ein Mitdeutscher, ein Mann, der kein Revolu-tionär, kein Schwindler, sondern ein treuer Freund gesetzlicherOrdnung war, ein Mann, der mit Begeisterung an seinen Fürsten,am Herzog von Gotha, am König von Bayern hing, und hinwie-der ihre Huld genoß, wie ein solcher Mann die wichtigsten Bege-benheiten und öffentlichen Handlungen der Großen seit den letztenzehn bis zwölf Jahren beurtheiltc.
Die Vermählung Napoleons mit der kaiserlichen Tochter MarieLouise hatte ihn mit den freudigsten Hoffnungen erfüllt.
„Die Brautwahl des französischen Kaisers," schrieb er unterm1. März 1810, „ist ein welthistorisches Faktum. Ich genieße da-bei die Gloriole, daß ich mich, sobald die Trennung von der Kai-serin Josephine bekannt wurde, unter allen Vorschlägen, an dieman denken konnte, für diesen erklärte. Er hat nun Alles, wasein Sterblicher vom Sterblichen haben kann. Ich dachte mich indie Seele des außerordentlichen Mannes. Armeen zu besiegen,Königreiche anszutheilen, kann ihm keine Freude mehr machen;