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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
Entstehung
Seite
266
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Unterhaltung mit dem Freunde, oft selbst zwischen Scherzen, hin-hauchte, daß Schlichtegroll ein freudenleeres Leben geführt habe.Ein Mann so heiligen Sinnes konnte nie wahrhaft unglücklich sein.Er war es auch nie. Die Hochachtung und Liebe guter und weiserMenschen in der Nähe und Ferne erfrischte ihn fortwährend; dieDankbarkeit anderer hielt fortwährend seinen Glauben an dieMenschheit aufrecht, der eben in wohlwollenden und zarten Ge-müthcrn, wie das seinige war, endlich wohl nach wiederholtenSchlägen bricht. Dazu fand er sich, als glücklicher Hausvater,von einer der liebenswürdigsten Familien umringt. Eine geistvolleund zärtliche Gattin, eine Tochter, die Erbin seines ganzen Ge-müthes, Söhne, welche die heitersten Hoffnungen erweckten oderschon erfüllten, hätten auch den freudenärmsten Mann, der er niewar, freudenreich gemacht. Seine L)bern anerkannten unausgesetztseinen Werth und ehrten ihn. Seines Königs Huld, die ihn erstmit dem Zivilverdicnstorden der bayerischen Krone, dann mit demSt. Michaelshausorden schmückte, blieb ihm bis zuin letzten Tage.Auch sah man ihn immer, unter allen Verhältnissen, in jenemschwer zu störenden Gleichmuth, welcher nur die Eroberung derWeisheit ist; in jener freundlichen Heiterkeit und Ruhe, welcheals das äußere Kennzeichen der Tugendhaften gelten kann.SeineSeele war," wie Wciller treffend von ihm sagt,in ihremInnern Grunde immer heiter, wenn sich auch mitunter in ihreäußere Wirkungssphäre eine Wolke stellte."

Die außerordentlichen Ereignisse des Zeitalters, dessen Genosseer war, rührten ihn tief. Wenn ich seine mit den SchicksalenEuropens wechselnden Ansichten der Dinge darstclle, liegt mirweniger daran, sie ihrer selbst willen zu geben, als vielmehr auchdurch sie sein inneres Wesen und Leben zu zeichnen.

Er aber betrachtete Alles, was geschah, aus einem hohen re-