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von der Grundlosigkeit der verleumdenden Beschuldigung überzeugtwäre, als ich es jetzt bin."
Was einen Mann dieses Geistes und Herzens allein wahrhaftNiederschlagen konnte, war das ihn quälende und doch ehrende Ge-fühl, daß er nicht das sei und leiste, was er sein und was erleisten wollte. Verband sich mit diesem dann noch zufällig eintheilnehmcndcr Kummer am Unglück Anderer, der schmerzliche Ver-lust eines geliebten Wesens, dann war er in der That ein Ge-beugter. „Du hältst mich," sagte er (Februar 1817), „für krank,dadurch, daß ich zu glücklich bin, und verschreibst mir deswegendie bittere Arznei, etwa so wie manchem Engländer, der zu reichnnd darum lebeussatt und spleenhaft ist, sogleich geholfen wäre,wenn er auf einige Jahre züm Matrosen und Zobclfänger gemachtwürde. Aber dieser Vordersatz ist unrichtig, die Diagnose der Krank-heit irrig. Ein Mensch ist nicht glücklich, der sich alle MorgenVorwürfe macht, daß er seinen Beruf nicht ausfüllt, der in stetemKampfe mit dem Uebermaße seiner Obliegenheit ist und sie nichtbemeistcrn kann, und der täglich, täglich mit der Zeit bankerotmacht. Ginge mir auch noch mehr äußeres Glück zu, so fehltemir doch Seelenruhe, die nur dann eintreten wird, wenn ich zu-friedener mit mir selbst sein kann. Dazu kann mich weder ein äußeresgroßes Glück noch großes Unglück machen. Betrübniß wirkt aufKompositionen, wie die meinige, nur deprimirend. Ich fahre alsodoch fort zu dem Weltgeiste zu beten, mich nach seiner Weisheitvor großem Unstern zu bewahren und mein redliches Bemühen zusegnen, eine Verschuldung nach der andern tilgen zu können unddadurch größere Zufriedenheit mit mir selbst zu erlangen."
Dieser edle Unfrieden mit sich selber gewinnt aber noch mehrErhabenheit, wenn man weiß, wie es alle seine Freunde, alleseine Umgebungen wußten, daß er unendlich mehr Ursache hatte,die Schuld des Vergeblichen in so vielen seiner Anstrengungen