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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
Entstehung
Seite
257
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hielten, und bekannt war, mit wie furchtbarem Argwohn dessenFeldherren alle Personen und besonders die Schriftsteller beobach-teten, welche gegen die Sicherheit des französischen Kricgsvolkeszn Meuterei und Aufstand locken möchten, erblödete man sich selbstnicht, die Protestanten und Norddeutschen jenen Machthabern zuverdächtigen. So wurde denn in einer damals herausgekommcnenSchrift sogar aus Schlichtegrolls Nekrolog eine an sich unschuldigeStelle von Danzens Leben hcrausgchoben (das ihm übrigens,so wie es da stand, von Stuttgart im Jahr 1805 vor Ausbruchdes damaligen Krieges zugeschickt gewesen war), und derselben Ab-sicht beschuldigt, welche die durch Palms Unglück berühmt gewor-dene SchriftDeutschlands tiefste Erniedrigung" gehabt habensoll. Eben so wurde noch eine andere Stelle aus Hippels Tage«buch hervorgczogeu, die dort zur Bezeichnung der Denkungsartdieses Mannes stand.

Im Bewußtsein der Rechtlichkeit seiner Denkart, der Gesetz-mäßigkeit seiner Handlungen, verabscheute Schlichtegroll dasBoshafte in den Umtrieben von seinen und seiner Freunde Geg-nern; aber er war zn sittlich-groß, um sie persönlich zu hassen,oder gar Verfolgung mit Verfolgung zu vergelten. Ja, als wollteer seiner eigenen Empfindlichkeit wider sie den Krieg machen, hober in mehrern Briefen an verschiedene Männer das Treffliche undGute derer hervor, die er für Gegner hielt; nannte sie lieberschlechten Scherz Treibende, Leichtsinnige, die vielleicht den ganzenUmfang der Thorheit und die Folgen der Händel, die sie anrich-teten, sich nie klar gedacht haben."Und," sagteer,Jean Paulnannte vor mehrern Jahren einmal, im Gespräch mit mir, dieBayern die Engländer der Deutschen. Nun, nachdem ichunter ihnen lebe, denke ich oft an diesen Ansdruck. Sie habenoffenbar mehr Vkims (Svnderlingsgrillen), als andere deutscheVölkerschaften."

Zsch. Ges. Schr. 32. Thl.

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