in Norddcntschland geboren und dazu ein Protestant war. Nichtsward gespart, die protestantische» und norddeutschen Gelehrten inBayern verdächtig oder lächerlich zu machen. Ein Pasquill gegensie bot man in Landshut und München herum. In auswärtigeZeitungen schickte man falsche Anzeigen, falsche Briefe.
In einer Mannheimer französischen Zeitung stand eineNachricht mit Jakobi's Namensunterschrift, welche nachher der be-trogene Herausgeber widerrufen mußte. Dem Herausgeber derZeitung für die elegante Welt ward ein Aufsatz mit Unter-zeichnetem Namen Rcimann eingeschickt, und mit Bemerkung:„er enthalte eine Schilderung der Geburtstagsfeier des hier inMünchen allgemein geliebten Präsidenten Jakobi, und die Auf-nahme desselben werde Jakobi freuen." Es war darin erzählt, am25. Januar hätte ein Zirkel der Freunde Jakobi's, Feucrbach,Jakobs, Schlichtcgroll u. s.w., den Geburtstag desselben durcheine geistreiche Verkleidung gefeiert; sic wären mit ihren Frauenals altdeutsche Männer und Frauen gekommen, und hätten ihnals Verfechter der Altdcutschheit gekrönt. Herr Mahlmann aber,Herausgeber jenes Blattes, sandte den verdächtigen Aufsatz anJakobi, ohne ihn aufznnchmen. — Das Wahre an der Sache ist,daß an jenem Abend einige Freunde nach Münchener Karnevals-Weise zu Jakobi kamen, und in Knittelversen eine, komische Be-rathschlagung hielten, wie Jakobi's Geburtstag am besten vonihnen zu feiern sei. Jakobs, als Grammatiker, schlug vor, eineDeklination nach seinem Namen zu nennen; Thiersch, als Aest-hctikcr, die philosophischen Schriften Jakobi's in Sonette und Asso-nanzen zu übersetzen; Hamberg er, als Bibliothekar, ihm alleSchriften, die je ein Jakobi geschrieben, zuzuschick»n; der Präses,ein Pasquillchen auf ihn zu machen, weil das die neueste Art sei,rechtliche Leute zu loben, u. s. w.
Weil zu jener Zeit Napoleons Heere noch Deutschland besetzt