dies, als Knabe, immer mit besonderer Thcilnahme und einemganz eigenthümlichen Gefühle liebenden Schmerzes, in welchemer noch die Worte desselben in späterin Alter, wenn seinem bestenWollen nur Widerwärtigkeit entgegentrat, auf sich selber anwandte:
Er kam zu den Menschen so willig und gut,
Er trug in den Adern so glühendes Blnt,
Er stand aber traurig, verkannt und allein,
In Wüsten des Lebens alleine, allein.
Wie Schlichtegroll, als neunzehnjähriger Jüngling, erstdie Hochschule von Jena, dann die zu Göttingen besuchte, hierGottcsgelahrthcit und Alterthumskunde trieb, in welchem letzten,,seinem LicblingSfache, er, unter den Augen seines großen LehrersHepne, eine Abhandlung über den Schild des Herkules er-scheinen ließ; wie er darauf vierzehn Jahre lang als Professor amGymnastnm zu Gotha nützlich wirkte, zugleich Bibliothekar undKonservator des herzoglichen MünzkabinetS ward, mit den berühm-testen Münzkundigcn seiner Zeit in wissenschaftlichen Verkehr trat,Reisen durch Deutschland, die Schweiz und Frankreich zur Erwei-terung seiner Kenntnisse.that; durch seine Nekrologen als Schrift-steller die Achtung der Deutschen erwarb, — dies hat Weillcrin seiner Denkschrift erzählt.
Im Mai des Jahres 1807 begab er sich nach München, woer den Ruf als Generalsekretär der königlichen Akademie der Wissen-schaften angenommen hatte, in welcher Eigenschaft er späterhin,nach dem Tode des Präsidenten Heinrich Jakobi, die Leitungdes Ganzen übernahm.
Es hatte Marimilian Joseph, König von Bayern, inmittenlanger, die Hälfte des Welttheils zerstörender Kriege angefangen,sein Reich neu und den Bedürfnissen des Jahrhunderts gemäß um-