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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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ward im gothaischen Städtchen Waltershauscn geboren, oder,wie er selbst gern sagte,unter den Tannen des Thüringer Wal-des", wenn er sich und die Scinigen im Scherze gegen den Vor-wurf vertheidigcn wollte, als könne in Residenzen die Liebe zurEinfalt »nd Natur nicht bestehen. Gern, und nie ohne wehmüthigeHeiterkeit, dachte er an die Tage seines Kinderlebens heim. Seineehrwürdigen Aeltcrn, seine verstorbenen Geliebten blieben gleich-sam die Heiligen seines Innern, die sich nie von ihm trennte».Als er vom Tode .seines Sohnes Paul Emil einst sprach, desPathen von Jean Pank, sagte er:Der Engel ging voran. In-zwischen sind ihm auch seine Großältern nachgerciset, und da wartensic nun ans mich, kommen aber des Nachts oft zu mir. Ich hatteeinen gar wackcrn Vater, der als fünsnndsiebcnzigjähriger Greisheiter, und mich und meine Frau und Kinder herzlich liebend, vonmir schied. Von ihm träume ich sehr oft, und es thut mir ordent-lich leid, wenn cs eine Zeit lang nicht geschieht."

Ihm ward eine einfache, stille, fromme Erziehung. Die Liebezur wissenschaftlichen Aufhellung des Geistes erwachte früh in ihmund ward mit Sorgfalt gehegt. Vor allem die Klassiker des Altcr-thums ergriffen ihn tief, und seine Lehrer, besonders der Rektordes gothaischen Gymnasiums, Andreas Stroth, erkannten balddie vorzüglichen Geistcsgaben, mit denen ihn die Natur freundlichansgestattet hatte. Wie die Lehrer ihm als Wesen höherer Arterschienen, deren Leitung er sich ehrfurchtsvoll hingab, so neigtensie sich hinwieder zu ihm mit wahrhaft ältcrlicher Zärtlichkeit hin.

Doch wer kennt von daher noch des Knaben zartes Herz, undwie sich das Innere seines reichen Gemüthes allmälig mit unge-stillter Sehnsucht allem Schönen und Guten im Verborgenen er-schloß? Wie er damals ahnete, träumte und liebte, offenbart sichvielleicht am hellsten in der Erinnerung, die er ans jener Zeit,als er das Klavierspielen lernte, an ein Lied behielt. Er sang