vernehme*).! Ich selber habe da eins, das dreißig Jahre daswirthschastliche Elend meines Lebens ansmachtc. Ich vermochtenie es gehörig anzubaucn. Die Vorschüsse, die hiezu nothwendigsind, mangelten mir immer. Und wenn ich es bisher hätte ver-kaufe» wollen oder müssen, so hätt' ich es, um so schlechter An-ordnung willen, um die Hälfte seines wahren Werthes losschlagenmüssen. Ich habe das Gut in einem Zeitpunkt gekauft, wo die.Ankaufssnmme ein Spott war. Ich kaufte viele Dutzend Jucharten,jede zn zehn Gulden, die jetzt zweihundert bis zweihundert undfünfzig gelten würden. Aber ich baute zwei Häuser auf dem Lande,und hatte durch Anstrengung aller Mittel, die doch immer nurhalb genügend waren, meine Lage stets verschlechtert, ohne daßich je dazu kam, mein Kapital nach seinem wahren Werth abträglichzn machen. Indessen gedenk' ich es jetzo doch nicht zu verkaufen,sondern wünsche meine letzten Tage an dem Ort meiner langenLeiden zn verleben nnd daselbst ei» Waisenhaus anzufangen, inwelchem meine Erziehnngsgrundsätzc, bis zur Vollendung reif,dann praktisch geprüft werden sollen.
Freund, das Elend meines Lebens war groß. Thu' das Deine,mir die Erreichung der Entzwccke, die mir jetzt dies Elend vcr,süßen können, zn erleichtern, nnd glaube immer an mich mitFreundschaft.
Dein Pestalozzi.
Seine Aussichten.
Burgdorf.
Ich freue mich des Eindrucks, den Toblers Proben ans Dichgemacht habe». Die Sache wird nach nnd nach mehr leisten. Es
*) Zurückgezogen aus der politischen Laufbahn, suchte ich ein kleinesLandgut zum Kauf im Kanton Aargau.