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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
Entstehung
Seite
242
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Thäler und Berge nicht abermals vom wilden Getöse der Schlachtenwiederhallcn würden.

Wie er war.

Pestalozzi suchte nun in einer Erziehungsanstalt zu Burg-dorf, wie man weiß, nachher im Schlosse von Uderdon, diegroße Aufgabe seines Lebens zu lösen. Er lebte nur in seinenIdeen und nur für fie. Er gehörte nur durch fie der Welt an.Veredlung oder doch Entthierung der ärmcrn, verwahrloseten,größer» Volksmasse durch Unterricht, blieb sein ewiges Ziel. EinMann von so seltener Geisteskraft mußte groß auf das Zeitaltereinwirkcn. Sein Name ward im gesammten Europa, wie in Ame-rika, mit Ehrfurcht oder Neid genannt. Nnr in der Schweiz er-kannte man den Außerordentlichen am wenigsten. Da sah mannur den schlichten Schulmeister, der weder Lebensart, noch Lebens-klugheit besaß, und weder seinen Anzug, noch sein Hauswesen inOrdnung zu bringen verstand. Hier wurden selbst seine Tugendendem gemeinen Haufen lächerlich; und er hatte sich glücklich z»schätzen, wenn man ihn nur für einen etwas überspannten Kopf,nicht für einen gntmühigen Halbnarren erklärte.

Mit durchdringendem Scharfsinn nnd Alles vergegenwärtigen-der Einbildungskraft, sah er jede Schwäche, jede Stärke desHerzens. Er kannte die Menschen; aber die Leute nicht. Kindlichgnt, war er leichtgläubig, wie ein Kind. Oft von Andern, mehrnoch durch sich selbst getäuscht, ward seine Leichtgläubigkeit ebenso oft zum blinden Argwohn, als zum unverdienten Vertrauen,und bei der Reizbarkeit und Lebhaftigkeit seiner Gefühle ging ereben so schnell von einem zum andern über. Er wußte sich im All-gemeinen verkannt; wer aber seine Eigenliebe schmeichelte, hatteihn gewonnen und konnte ihn nach Gefallen leiten. Dies, nnd