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meinem FreundeOelsner/) dem ich damals gern Alles mitthcilte,einem feinen, scharfsinnigen, lcbensgewandten Manne, in dessen Ge-sellschaft ich bald darauf nach Bern und späterhin nach Paris reifete.
Ich befand mich eben bei ihm. Wir waren noch im Gespräch,als sich die Thür des Zimmers öffnete. Ein Mann von ohngefährfünfzig Jahren, hager, pockennarbig, schlicht gekleidet, mit flat-ternden Haaren trat herein. In zwei, drei großen Sätzen war erdurchs Zimmer plötzlich vor unS, und mit freundlicher Hastigkeitdie Unterhaltung beginnend. Es war Pestalozzi. Ich konntediese seltsame Erscheinung lange nicht mit meiner Vorstellung vomSchöpfer des klassischen Werks Lienhard und Gertrud paaren.
Hirzels Brief schien mir erst einige Bedeutsamkeit für ihn zuhaben, obwohl er mich eigentlich über die Warnungen desselbenberuhigen wollte und dabei bald muthwillig, bald sarkastisch überdas gelehrte Zürich ins Gericht ging. Sein Wesen sprach michnicht an. Ich verkannte den herrlichen Mann, wie ihn Tausendeverkannt haben.
*) Damals ein junger Mann von etwa fünfnnddreißig Jahren, eingcborncr Schlesier, der seit Anfang der französischen Revolution inParis gelebt hatte, und nachmals durch seine gekrönte Preisschriftüber den Einfluß des MahomedanismnS (iw Jahr 1810) sich unterden französischen und deutschen Gelehrten namhafter gemacht hat; sowie er schon früher als Mitarbeiter an ArchcnholzcnS, Usteri'S undHubers geschichtlichen Zeitschriften und als llebcrsetzcr von SieycSSchriften wesentlich zur genauer» Kenntniß der Personen und Ereig-nisse der französischen Staatsumwälzung bcigctragen hatte. SeltenHab' ich einen fcinern, geistreichem Manu im Umgang gefunden, alsihn. Vertraut mit den bcdcutendern Männern damaliger Zeit inParis, führte er mich selbst in die Bekanntschaft des Grafen vonSchlabrendorf, Sieyeö, Jönard u. s. w. ein. Er starb zu Parisim Jahre 182S.