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Greisen Nr. Hirzel, dem Verfasser des philosophischen Bauers.*)Ich trat schüchtern zu ihm in das Heiligthum. Es Mar ein großesZimmer, von den brennenden Kerzen des Theetisches nur matt be-leuchtet; von Bücherschränken die Wände bedeckt; alles Geräthschwer und alterthümlich, aber reich und glänzend erhalten. Seit-wärts ans dem Dunkeln erhob sich ans einem Gestell die schwärz-liche Büste Steinbrnchels**) in Bronze, dessen Name noch hentden Philologen Werth ist. Ich fand hier mehrere angesehene Ge-lehrte Zürichs versammelt. Ihre Gespräche, ihre Scherze selbstwurden mir lehrreich. Diese Theegesellschast mahnte mich an so-lratische Gastmähle. Auch Pestalozzi erschien und ich ward ihmvorgestellt. Er sagte mir nur wenige Worte; eilte von einem derAnwesenden znm andern; blieb nnstät nnd flüchtig, bis man sichanschickte, die Vorlesung von der Arbeit eines der Gäste zu hören.Da verschwand er. Dergleichen Vorlesungen wurden regelmäßignnd abwechselnd von den Mitgliedern dieses freundschaftlichen Krei-ses gehalten. Ich erinnere mich, hier auch unter andern zuerst
*) Hans Kaspar Hirzel, geboren 1728, gestorben 1803, der thätig fürVeredlung deutscher Literatur mitwirkcnde Zeitgenosse Gleims, Sul-zerS, Klopstoeks u. a. m. Sein philosophischer Bauer Kleinjogg,dessen Wirthschast erbeschrieb, hieß eigentlich Jak. Gujcr. Das Buchwar schon 1761 erschienen. Hirzclö Sohn, welcher ebenfalls denNamen Hans Kaspar trug, ebenfalls Arzt war, und als Menschen-freund und erster Urheber aller in der Schweiz entstandenen Hülfsge-sellschaften, in seinem Vaterlande lange noch segensreichen Andenkensbleiben wird (geboren 17S1, gestorben 1817 in St. Gallen), istmit ihm nicht zu verwechseln.
*') Joh. Jak. Stcinbriichel, geb. 1728 in Zürich, ein geistvoller Philo-log. Nebersetzer des EnripideS, Sophokles nnd einiger pindarischerOden. Er war der Freund und Lehrer des eben erwähnten jüngernHirzel gewesen, Hausfreund des altern.