scheu Partei ihre Thätigkeit, zum Sturz der Ccntralregierung.Im brieflichen Verkehr waren sie immer geblieben. Einer derentschlossensten und thätigstcn ward Reding; ihm ward auch dieLösung der Aufgabe in den kleinen Kantonen, durch Beistimmungaller angesehenen Familien in denselben, der gesammten Priester-schaft und durch die Anhänglichkeit des bildungsarmen Volkes anseine alten Gewohnheiten und Uebungen, erleichtert. Noch ehe dieSchweiz von den letzten Schaaren Napoleons geräumt war, wurdedie LandSgcmeindcn-Ordnung und Souvcränetät der drei Urkantonehergestelit. Andere demokratische Orte folgten dem Beispiel. DieBürgerschaften der ehemals «verherrlichen Städte rüsteten sich zurWiederbehauptung ihrer verlornen Vorrechte. Die Verwirrungward allgemein. Die Centralregierung, mit wenigen Truppen,war unfähig, ihr Ansehen zu behaupten. Uri, Schwyz und Unter-walden standen in Waffen auf gegen die wider ste gesandten Ba-taillone; die Stadt Zürich verschloß diesen die Thore; im Rückenderselben organistrten ausgesandte Berner Patrizier im Aargauden Landsturm. Dieser wälzte sich gegen Bern, eben dahin drangAufd ermaur von Schwyz mit der Mannschaft der kleinen Kan-tone. Die Centralregierung zog sich von Bern nach Lausanne;auch dahin von ihren Feinden verfolgt.
Schon glaubten die Urheber dieses Aufstandes, Alles sei ge-wonnen. .Es ward noch während jener Bewegungen eine Tagsatzungnach Schwyz ausgeschrieben; Aloys'Reding, ihr Präsident, eröff-ncte dieselbe unter Glockengeläute und Kanonendonner. Fünfzigjunge Schwyzcr, mit Morgensternen und Hellebarden, in alter-thümlichcr Tracht, dienten als Prunk- und Ehrenwacht. Fröhlich-keit leuchtete in allen Mienen. Aber Redings Eröffnungsrede er-regte bald heimliche Besorgnisse in den „Ehrengesandten" der vor-maligen Aristokratien. Denn er schlug sogleich einen Ton an, demes in der Brust der ganze» Nation nicht an Wiederhall fehlen