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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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Ach bin mir bewußt, nie die Wohlfahrt der Stadt außer Achtgelassen zu haben.

Nein, ich erfuhr es auf dem Weg von Schwyz hieher. Undich wiederhole es nochmals: Sie wollen nur das Einheits-system und darum werfen Sie sich in die Arme von Menschen,die weder Zehnten noch Bodenzinse zahlen wollen. Sie haben imSinn, uns auf 1798 zurnckzuführcn."

Ich darf sagen, daß ich immer auf Seiten der Gemäßigtengestanden bin, und Gerechtigkeit immer vor Augen gehabt. ESthut mir weh, daß auch Sie meine Gesinnungen mißkenncn. Ichwerde aber meinen gerade» Weg fortgehe». Und erlauben Sie mirnun, Herr Reding, daß ich Ihnen frcimüthig auch meine Meinungsage. Sie haben sich mit Leuten umgeben, die Sie irre führenund welche mehr ihr Interesse, als Ihre Reputation im Augehaben. Die verleiten Sie zn falschen Schritten. Sie hätten derMan» des ganzen Schweizervolks sein können. Sie waren lieberder Mann einer Partei. Es schmerzt mich, daß in nnsern Verhält-nissen nicht mehr Vertraulichkeit geherrscht; .... aber ich kannmeine Meinung Niemandem aufopfern, wenn ich sie gerecht glaube.Schlafen Sie wohl.

Reding grüßte seinerseits. So endete die nächtliche Zusammen-kunft.

Am folgenden Morgen um 9 Uhr trat Reding, begleitet vonHirzel, Esther und Frisching, in den Kleinen Rath. Er fordertedenselben auf, von seinem Beschluß zurückzugehen; sprach von1798, von Jakobinern u. dgl. und las endlich seine Erklärungab. Albrecht Rengger antwortete ihm mit ruhiger Würde;eben so auch Schmid von Basel, Mitglied der Regierung. Daraufverließen die Protestirenden den Saal. Reding eilte verdrossen nachSchwyz zurück.