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Unwillen anderer Gegenden. Der Senat protestirte förmlich ge-gen die Einverleibung des Wallis in die französische Republik.Dies erregte den Unwillen des ersten Konsuls zu Paris. Und mit-ten in den Bewegungen und Gährungen des Landes vertagte sichunbehntsamer Weise dieser Senat, weil dessen meiste Mitgliederdie Ostern in ihrer Heimat feiern wollten. Selbst Neding begabsich sorglos nach Schwyz.
Die Mehrheit der NegicrungSglieder dachte sogleich darauf,durch einen Staatsstreich den föderalistischgesinnten Senat und seinVcrfassungswerk zu beseitigen. Die zurückgebliebenen Gegner desEinheitssystems vernahmen davon; versammelten sich bei einem derIhrigen am Abend des 16. Aprils und schlugen, nebst andern ge-waltsamen Maßregeln, plötzliche Verhaftung der Regierungsgliedervor, die ihnen die gefährlichsten zu sein schienen. Aber man wardnhcr nichts einig. Mitten in der Nacht ließ Herr Kuhn, eben-falls Mitglied des Kleinen Nathes, seine Amtsgenossen von derEinheitspartei beim französischen Minister Vcrninac zusammenrufen. Er erklärte, daß für sie kein Augenblick mehr zu verlierensei; daß der Sieg dem gehören werde, welcher den Angriff zuerstmache, und Alles darauf ankäme, rasch und entschlossen zn Werkezu gehen. — Sein Bericht, der am Morgen in der Versammlungdes Kleinen Rathes vorgelescn werden sollte, lag schon bereit.
So ward nun am andern Tage wirklich durch Beschluß derMehrheit vom Kleinen Nathe der Senat vertagt, bis man ihnwieder einberufen werde, und jede Vorbereitung zur Einführungder vom Senat entworfenen Verfassung eingestellt.
Reding, kaum in Schwyz angekommen, empfing durch EilbotenNachricht von den Ereignissen. Am 19. April Morgens war erschon wieder in Bern. Herr Rüttimann, damaliger Statthalterdes Landammanns der Schweiz, und Herr Kuhn, Mitglied desKleinen Rathes, begaben sich sogleich zn ihm.
Zsch. Ges. Schr. S2. Thl.
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