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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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erwählte alsbald einen Kleinen Rath, als Vollziehungsbehörde,nnd zum Landammann der gesammten Schwei; wurde (21.Nov. 1801) Aloys Reding ernannt.

ES ließ sich nicht länger verkennen, mein Freund war vonseinen früher» Ideen über die Gestaltung des schweizerischen Staats-lebens wieder abgefallen, und hatte sich ganz dem Sinne dererzngeneigt, welche Schritt um Schritt das ehemalige, in'sich selbstznsammengesiürztc, föderative Unwesen zurückznführen gedachten.Als erster Beamter eines Kantons, konnte ich dazu, im Widerspruchmit meinen Ueberzcngnngen, unmöglich wirksame Hand bieten.Ich nahm meine Entlassung, gleich wie mehrere Rcgierungsstatt-halter und andere Beamte thaten.

Ehe noch mein deswegen a» Reding gerichtetes Schreiben inseine Hände kam, war er schon nach Paris abgereist, nm persön-lich mit dem ersten Konsul das endliche Schicksal der Schweiz zubesprechen und zugleich die Rückgabe des von ihr getrennten Walliszu bewirken. Die Fruchtlosigkeit seiner Verrichtungen konnten fürmich nicht zweifelhaft bleiben. Denn Reding, wohl bieder, offennnd wohlmeinend, aber ohne glänzendere Geisteseigcnschaften,ohne höhere wissenschaftliche Ausbildung, etwas schwerfällig nndlangsam in Entwickelung seiner Gedanken, daher lange Zeit fest-haltend an einmal anfgefaßten Vorstellungen, war weder gewand-ter Redner, noch feiner Unterhändler nnd Staatsmann. Er, demgewaltigen Geist Napoleons gegenüber, ward von diesem schnelldurchschaut. Er empfing ausweichende Antworten; keinen Beifall,kein Mißfallen Wege» des Geschehenen; nur den Rath, zur Be-förderung der Eintracht, 'auch achtbare Glieder der gestürztenPartei in Senat und Regierung aufznnehmen. Die stolze mei-sternde Antwort aber, welche Reding schriftlich (6. Zänner 1802)vom ersten Konsul, auf die von lhm eingegebene Note empfangenhatte, mußte so erwartete ich seinen Nationalstolz, sein