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von ihrer früher« Verirrung zurück; um so inehr, da ein neuesAbgabengefttz in der ganzen Schweiz den lebhaftesten Widerstand ge-funden hatte.
Neberhaupt ging das allgemeine Streben fast aller Parteienbald immer mehr dahin, die von Frankreich aufgczwungcne Staats-verfaffung wieder abznstreifen. Nur darüber spalteten sich die Mei-nungen, was Besseres an ihre Stelle zu setzen sei? Die Einenforderten den unbedingten Föderalismus der alten-Zeit zurück,durch dessen Gebrechen die Eidgenossenschaft nntergegangen war;die Andern verlangten den Bestand einer ungetheilten Einheit derSchweiz; wieder Andere wünschten das Werthvolle beider politischenSysteme verbunden; die Freiheit des Föderalismus mit der Krafteiner Centralrcgierung; die Selbstherrlichkeit der Kantone gemäßigtdurch eine oberste Bundesbehörde über Alle, und die der Freiheitgefährliche Gewalt von dieser hinwieder gemäßigt durch den Kan-tonen gelassene Souveränetätsrechte. Ich darf nicht erst sagen,daß auch ich zur letzter» Meinung gehörte, in der ich schon mitReding längst überein gekommen war.
Nach dem Schluß meiner Sendung in die italienische Schweizward ich vom Vollziehungsrath der Republik zum Rcgierungsstatt-halter des Kantons Basel (im Spätjahr 1800) ernannt. Der Streitum die Staatsform, welche der Schweiz gegeben werden sollte,ward lebhafter geführt. Bald drohte die Partei des unbedingtenFöderalismus das Uebergewicht zu gewinnen. Es ward zur Ent-werfung einer neuen Staatsversaffnng im Herbstmond des Jahrs1801 eine helvetische Tagsatzung in Bern versammelt. AuchAloyö Reding, der sich bisher von allen politischen Geschäften ferngehalten, trat als Abgeordneter seines Kantons in derselben ans.Hier ward nun der Kampf um Föderalismus oder Einheit derSchweiz mit verdoppelter Heftigkeit erneuert. Es gab keine Mitte,keine Annäherung. Reding, als er die Neberlegenheit derer