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und zur Reorganisation der jenseits der Alpen gelegenen italieni-schen Schweiz. Ich entschloß mich nur nngcrn, ich darf sagen,halbgczwnngen durch die Dringlichkeit der Umstände, durch Moncep'sBitten und selbst durch Nedings Vorstellungen dazu. Im Grundehatte ich meine Aufgabe in den kleinen Kantonen vollendet; meinFreund und seine Familie waren ebenfalls vollkommen gesichert:nichts, als die Lust des Stilllebens im Schoos der Natur, derFreundschaft und der Wissenschaft, hielt mich eigentlich zurück.
So verließ ich Schwyz. Zwei Jahre verflossen von da an, bevorich Rcding wieder sah; aber dann — unter rein wunderbar ver-wandelter Gestalt aller Verhältnisse! — Indessen blieben wir,während unserer Trennung, ununterbrochen in freundlichem Brief--Wechsel.
Nebst meinem Sekretär Denz von Chur, einem meiner gelieb-testen Zöglinge ans Reichenau, begleitete mich ein junger, geist-voller Schweizer-Offizier, Anfdcrmanr, zur Armee, der nachmalsGeneral in niederländischen Diensten ward. Er war Nedings undmein Freund; und blieb mit mir in den reizenden Landschaften desTessin, bis ich auch dort gegen Ende des Jahrs 1800 das aufge-gebcne Werk vollbracht hatte. Es war ein schweres Werk, undfür mich freudenloser, als alles Frühere. Wahre Festtage gabenmir die heitern Briefe ans Schwyz. Nur einen derselben hat mir'der Zufall bewahrt. Ich führe ihn gern auf. Auch er dient zurCharaktcrbezeichnnng des Freundes.
Schwyz, den 20. Juli 1800.
„Gestern erhielt ich, mein lieber Freund, Ihr Schreiben vom 15.Ich entnahm aus ihm mit Vergnügen die Genesung unsers Freun-des Anfdcrmanr. Sagen Sie ihm, es sei nichts als billig, daßAmor zuweilen auch als Arzt auftrete, und nicht immer nur dentraurigen Krankenwärter spiele. Daß Sie, mein Lieber, Ihre gute