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rechtschaffenen Mann empfehle, kann Ihnen mündlich die Zahl derIndividuen jeder Familie angeben."
„Ich grüße Sic recht herrlich. Ihr
Aloys Neding."
Mit welchem Vergnügen und Schmerz ich den Brief des biedernMannes las, der, inmitten eigenen Unglücks, nur das größereLeiden seiner andern, schuldlosen Mitbürger beklagte, läßt sich nichtsagen. Ich sandte ihm sogleich die verlangten Pässe. — Nacheiner mehrwöchcntlichcn Abwesenheit in Unterwalden nnd Uri fandich, bei meiner Rückkunft in Schwyz, ihn und seine ganze Familiewieder im väterlichen Hause beisammen. Welch ein Wiedersehen,nach solcher Trennung, nnd in welchen Verhältnissen! Wer vonuns hätte einst Lei den fröhlichen Gelagen zu Bern ahnen dürfen,daß unser Schicksal jemals ans diese Weise zusammengcflochtenwerden würde?
Ich verlebte von nun an die schönsten Tage meiner damaligennnruhvollen Zeit im Schoose dieser liebenswürdigen Familie, welchemich wie ihr Mitglied betrachtete und behandelte. Reding unter-stützte mich in meinen Arbeiten durch seine Kenntniß des Landesnnd der Menschen; durch seine Stellung, als Mitglied des Er-ziehnngsrathes, in Vermehrung oder Verbesserung der höchst elendenSchulen; eben so durch Uebernahme der Vertheilung von Geldern,Kleidern nnd Lebensmitteln unter die Nothlcidcnden seiner Gegend.Es waren menschenfreundliche Beisteuern, welche mir, in Folgeeines öffentlichen Aufrufs, ans der Schweiz, aus Deutschland,Italien nnd andern Ländern zugesandt worden waren.
In Mußestunden erquickten uns fröhliche Gespräche nnd Scherze;oder er begleitete mich am Klavier mit der Flöte; oder wir sam-melten und ordneten die Materialien zur Geschichte vom Kampfnnd Untergang der Waldstätte; oder wir besuchten die einzelnenMänner, welche an der Schindellegi, am Roßberg und bei