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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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stunden von mir. Nur ein schmaler Landstrich und der See dervier Waldstätte trennte uns. Aber keiner empfing vom andern einLebenszeichen, da wir eben um einander am bängsten besorgt standen.

Ohne Zweifel war jener mörderische Aufruhr im Bezirk Schwyz,wie Reding in seinem Briefe äußerte, das gehcimnißvoll betriebeneWerk der Ausgewanderten gewesen, welche unter sich und mit demösterreichischen Heer einverstanden, diesem den Einzug in die Schweizund die Verdrängung der französischen Hcermacht erleichtern soll-ten. Man rechnete daraus, daß nach dem Siege des ErzherzogsKarl bei Stokach, und nach Jonrdans Niederlage, sich allge-mein und plötzlich die gesammtc Schweizcrnativn zur Rache gegenFrankreich erheben wurde. Es geschah nicht. Denn obgleich dieganze Nation einerlei Haß gegen die Völkerrechts-schändcrischcnGewalthaber hegte, thciltc sie doch nicht einerlei Gesinnung überdas künftige Loos ihres politischen Zustandes. Man verachtete dieschwache und von Fremdlingen abhängige Centralregicrung allge-mein; aber nicht so allgemein war die Achtung gegen die ehema-ligen, oligarchischcn Kantonsrcgicrungcn, deren Unbcholfenheit odervielmehr Unklngheit und Zwietracht den Untergang der alten Eid-genossenschaft beschleunigt hatte. Wenn sich schon die Völkerschaftender ehemaligen Demokratien nach ihrer verlornen Freiheit hcim-sehnten, trugen doch die frcigesprochencn Untcrthanc» der altreichs-städtischen Schweizer-Aristokratien kein Verlangen nach der Wieder-,kehr der vorigen Staatsordnung und ihrer aufgehobenen Dienst-barkeit.

Man zählte, in den ersten sechs Wochen nach der Schlacht beiStokach, gegen zwanzig verschiedene, znm Theil blutige Aufständein der Schweiz; aber sie brachen einzeln, ohne Zusammenhang,in ungleichen Zeiten, in von einander entlegenen Gegenden aus,und wurden in ihrer Vereinzelung, einer um den andern, thcilsdurch französische, thcils durch schweizerische Truppen, zn schnell