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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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als zuzugeben, daß diesen Leides geschehe, auch Kricgskasse undGeräthschaften der Offiziere und Soldaten/'

Wenn ich noch einmal solchen 28. April erleben müßte, sowürde ich nichts anders wünschen können, als daß mir Gott wie-derum die gleiche Standhaftigkeit verleihen möchte, so zu handeln,wie ich diese Zeit hindurch gehandelt habe. Ich wünsche, daß Sieund alle meine Freunde nie in solche traurige Lage kommen. Dennes braucht nicht nur Charakter und Standhaftigkeit, sondern einblindes Glück, um zwischen solchen rohen Steinen nicht zerriebenzu werden. Ich weiß, Sic werden mit meiner Aufführung zufriedenund mir immer Freund sein. Ich grüße Sie recht herzlich.

Ihr Freund Aloys Reding."

Die Auswanderung der Schwyzer.

Unser Umgang und Briefwechsel ward hier jählings durch eineReihe außerordentlicher Ereignisse unterbrochen. General Soultrückte, an der Spitze einiger Brigaden, wenige Tage nach jenenVorfällen, in den Bezirk Schwyz ein, wo der Aufstand eben sorasch und unblutig gedämpft ward, als er entstanden war. Michsandte die Regierung fast in denselben Tagen als ihren Kommissär,mit den ausgedehntesten Vollmachten, in das Unterwaldnerland,wo nach wieder erneuerten Unruhen, die Gefängnisse mit politi-schen Verbrechern ungefüllt, Elend, Verzweiflung und Gährungherrschend waren. Bald darauf drangen die österreichischen Hecr-massen siegreich in der Schweiz vor. D.ie Regierung verlegte ihrenSitz von Luzern nach Bern. Erzherzog Karl besetzte Zürich; auchSchwyz und Uri bis zu den Höhen des St. Gotthard. Ueber ein Drit-theil der Schweiz war von österreichischen Waffen bedeckt. Jede Ver-bindung zwischen jenen Gegenden und denen, welche von Franzosenvertheidigt wurden, hörte auf. Reding wohnte kaum fünsWeg-Zsch. Ges. Schr. 32, Thl. 8*