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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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vollende», was so blutig begonnen war. Wer sich weigerte, denVolkswille» zn thun, gericth in Lebensgefahr. Wenige Tage »achdiesem schrieb mir Neding folgende Zeilen:

„Wenn Sie den hundertsten Theil von allen dem, was dieseZeit hindurch über mich geredet worden, hätten glauben können,so würden Sie dies Schreiben mit Widerwillen eröffnen; ja ichwürde Ihrer Freundschaft wahrlich nicht Werth sein. Aber ichweiß, Sie beurtheilen Ihre Freunde und Feinde erst, wenn sieder Fehler überwiesen sind und verabscheuen Verläumdung ebenso sehr, als Vorurthcile. Der Neberbringer, oder meine NieceWeber, werden Ihnen Alles umständlicherzählen, wie die entsetz-liche Conspiration von unfern Emigrirtcn und andern unruhigenBauern auf eine über alle Erwartung verschwiegene Art hat kön-nen angezettelt und ausgeführt werden."

„Kaum war die fränkische Besatzung vertrieben, so ging dieWuth der Bauern gegen dis Einwohner des Fleckens Schwyz.Mich hatten sic bei der Gurgel und begehrten von mir Rath undThat. Ungeachtet dies nicht die bequemste Lage war, um offenseine Meinung zu äußern, blieb ich doch im Zorn meinen Grund-sätzen und der Wahrheit treu und sagte den Leuten: wie unglücklichund ungeschickt sic gehandelt hätten, und daß sie sich nun Rathbet denen holen sollten, von denen sie zn diesem unverantwortlichenSchritt verleitet worden wären. Meine Vorstellungen vermochtennichts über die tobenden Bauern und man zwang mich, wie an-dere ehrliche Männer vom Flecken Schwyz, ihre Nathgeber zn sein.Man gab uns Vollmacht, Alles zn thun, was dem Volk gefiel;nichts, was unS gefiel. Gott, welche stürmische und gefahrvolleTage waren diese für alle rechtschaffene Bürger! Wir rettetenmit Roth das Leben der gefangenen und verwundeten Franken;und durch unsere Entschlossenheit, eher das unsrige aufzuopfern,