dern, dabei den Frieden von einem Jahre zum andern durch Unter-handlungen fortzuspinnen, und durch kleine Hcerhanfen an denGrenzen des Landes mehr das Dasein derselben zn bezeichnen, alszu schützen.
Frankreichs Legionen siegten über Oesterreich. Manches alteErbe Habsburgs, oder früherer Siege Frucht, ward Beute derUcberwinder. Der siebcnzchntc Oktober 1797, als mitten unterBonaparte's Eroberer-Fahnen der Friede von Campo-Formivgeschlossen wurde, entriß der Schweiz Plötzlich die ehemalige Hal-tung und Bedeutsamkeit. Mit ihren Alpen gleichsam aus derStelle gehoben, in der sie sonst lange Zeit Schcidcmaucr der zweigewaltigen Ncbcnbnhlerstaaten gewesen, lag sie nunmehr in,Schooße eines dieser Reiche selbst; ihre Gunst und ihr ,Haß hattefür das eine allen Reiz, für das andere alle Gefährlichkeit ver-loren. Ihr Fall ward vorauSgeschen. Sie fiel. Wie ein schonaufgelöstes Heer, fochten ihre nbuugsloscn Truppen nur einzeln,nicht für die Eidgenossenschaft, sondern für den Ort, dem sie ge-hörten.
So unfähig die tapfcrn Völkerschaften erhalten worden waren,fremdes Joch von sich abzuwehren, so unfähig waren sie aber auchdurch ihre Natur, es mit Gelassenheit zu ertragen. WenigeMonate nach ihrer Unterwerfung vernahm man schon von verein-zelten, blutigen und fruchtlosen Aufständen. Erst jetzt offenbartesich das Unglück dev Besiegten und die Unsicherheit der Sieger inder Schweiz.
Der Aufstand in Schwyz.
Auch Rcding sah sich im Frühjahr 1799 in einen dieser Auf-ruhre verwickelt, ohne seine Schuld; und doch ward er ein Opferderselben, obwohl er das wahnsinnige und blutige Unternehmen zn