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Rhone, Jura und Alpen hinaus gerückt und im Mittelpunkt En-ropens eine machtvolle Stellung eingenommen haben würde.
Noch im Lauf späterer Tage bot sich dazu Gelegenheit. NachKarls des Kühnen Tode war cs den Landständen von Hochburgundum Vereinigung mit den Eidgenossen zu thun. Bern neigte sichihren Wünschen hin; aber die Eifersucht der übrigen Kantonewehrte es ab.
Die Erhebung der Schweiz zu einer starken Mittelmacht zwi-schen nebenbuhlerischcn Monarchien, welche Jahrhunderte lang denWeltthcil mit ihren Kriegen erfüllten, war Heinrichs IV. , Königsvon Frankreichs, großer Gedanke. Navaillac'S Messer vernichtetemit dem Leben dieses edeln Fürsten alle seine erhabenen Entwürfe.
Auch Elisabeth, Königin von England, hegte ähnlicheWünsche; einerseits die vereinigten Niederlande unabhängig vonspanischer Gewalt, durch einige deutsche Provinzen, anderseits dieeidgenössischen Hochlande durch Elsaß nnd die Freigrafschaft Bur-gund mächtiger zu machen.
Aber die ersten Gegner solcher Entwürfe würden ohne Zweifeldie Schweizer selber geworden sein; nicht aus Staatsklugheit, nichtans bescheidenem Widerwillen gegen Größe, oder aus Ehrfurchtfür Völkerrecht. Ihre einzeln oder gemeinschaftlich geführten Kriegehatten häufig von diesen Tugenden das Gegcnthcil bezeugt. AberFurcht der kleinern Kantone vor überlegener Anzahl der größern,oder der demokratischen Orte vor gebieterischem Einfluß der Aristo-kratien, oder der katholischen Stände vor wachsender Stärke derprotestantischen, und eben so umgekehrt, sträubte sich gegen alleErweiterung des Staatenbundes. Vergrößerung Aller, durch unter-thänige Gebiete und reiche Landvogteicn, hatten sie nicht verschmäht;aber die Vermehrung von ihres Gleichen scheuten sie. So wollteGraubüuden noch im Jahr 1797 die Grafschaften Clävcn, Veltlin