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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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Zeiten der glänzendsten Siege, oder der größten Gefahren, dasGeringste von seinen Sclbstherrlichkeitsrechten für die Eroberungder halben Welt anfgeopfcrt haben.

Als sich die Eidgenossenschaft ans einem natnrfesten Flächenraumvon ungefähr 800 Geviertmeilcn mit einer kriegerischen Bevölke-rung von beinahe zwei Millionen Seelen ansgestaltet hatte, konntesic zwischen den benachbarten Neichen anfangs als eine bedeutsameMacht gelten. Denn Frankreich war in jenem Zeitalter noch schwach,innerer Kriege Raub, bald von England, bald von Burgund be-drängt. Burgund gehörte damals durch Ländermaffen und innernNeichthum zu den bedeutendsten, durch Karls des Kühnen Eroberer-geist zu den furchtbarer» Staaten. Burgund verschwand aber unterden Siegen der Schweizer aus der Weltgeschichte. Als der kühneKarl gegen sie bei Granson seine Schätze, bei Murten den Kerndes Heers, bei Nancy das Leben verloren, behielten die Eidgenossenden Ruhm; Frankreich und Oesterreich theilten Burgund.

Oesterreich war damals noch ein neues Reich im Werden,allseitig in Händeln verwickelt, und anwachsend mehr durch Erb-schaft und Heirathsvcrträge seiner Fürsten, als durch Eroberungenseiner Heere. Die meisten Besitzungen desselben zwischen dem Rheinund den Alpen wurden eine ruhmvolle Beute der Eidgenossen unddie sechs Schlachten des Jahrs 1498 vernichteten Oesterreichs letzteAnstrengung, den helvetischen Völkerschaften das Gesetz zu schreiben.

Italien konnte den Alpcnstaaten nicht furchtbar werden.Mailand, meistens von elenden Herzogen beherrscht, lag durchVenedigs Macht und innere Zerrissenheit ohne Kraft. Savoyen,bei all seiner Vergrößerungssucht, ward durch das einzige Bernallein gedemüthigt.

Es gab ein Zeitalter, da die Eidgenossenschaft, wäre sie festergeeint, unter Leitung eines einzigen republikanischen Hauptes ge-standen gewesen, die Grenzen ihres Gebietes weit über Rhein und