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Man kann sich vom damaligen Zustand der Schweiz und der inihr herrschenden Verwirrung der Völkerschaften, der gesellschaft-lichen Verhältnisse, der Gesetze, Sitten, Neigungen und Begriffekeine Vorstellung machen. Alles war aus den uralten Geleisenherausgeworfen. Jeder schien sich in seinen nächsten UmgebungenFremdling geworden; keiner vertrante ganz dem Andern; keinerverstand recht des Andern Sprache und Sinn. Europa selbst warirre geworden an dieser altberühmten Eidgenossenschaft, daß sie,gepriesen wegen ihrer Frciheitsliebc und Tapferkeit, in einemKampfe um ihr ganzes Dasein, ohne bedeutenden Widerstand, inwenigen Wochen oder Tagen, von einem geringen Heerhaufen be-zwungen werden, und nachher, auch bei den günstigsten Gelegen-heiten, sich nicht durch eigene Kraft von ihrem Fall wieder erhebenkonnte. — Aber Europa hatte das vorangegangcne innere Staats-leben dieser Eidgenossenschaft nie in seiner nackten Wirklichkeit er-kannt, sondern nur im schönen Nachglanz, welchen die Heroenweltdes Alterthums darüber verbreitete, und die dichterische Einbil-dungskraft der Reisebeschreibcr bisher bewahrt hatte.
Rückblick auf den Eidgenossen - Staat im achtzehntenJahrhundert.
Es möge erlaubt sein, mich in diesen „Erinnerungen", dieweder Biographie noch Staatsgeschichte sein sollen, nach freiemGefallen zu bewegen, und hier episodisch in großen Umrissen einBild von der seltsamen Gestaltung der damals eben untergegange-nen alten Eidgenossenschaft der Schweizer einzuschalten. Es kanndies wohl um so füglicher geschehen, da die Erinnerung an den
nicht die erforderlichen Fähigkeiten. Ich antwortete dies, und Redingbilligte die Antwort.