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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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des Vaterlandes übertragen werden sollte, muß ich Ihnen freund-schaftlich die Ursachen entdecken, welche mich bewegen würden, einsolches abzuschlagen.

Zch habe eine» ehrwürdigen vicrundsicbenzigjährigen Vater, derschon dreiunddreißig Jahr so väterlich für mich gesorgt hat, daß ich,als seine wirklich einzige Stütze, mit der allerbcfliffensten Pflege,die ich während seinem Leben für ihn haben werde, nnr zum Theilwicdererstatten kann, was ich ihm schuldig bin. Diese Pflicht, alsSohn, und die, als Vater, welche mir nicht nur gegen meineigenes, zartes Kind, sonder» auch gegen zwei noch unerzogene,vaterlose Neffen, obliegt, scheinen mir so wichtig, daß ich michselbst anklagen müßte, wenn ich alle, bei den dermaligen Umstän-den, verlassen sollte.

Zwar ist es wahr, daß die Pflicht gegen das Vaterland, wennsolches in Gefahr ist, bei jedem wahren Republikaner die ersteSorge sein soll. Auch fühlte ich diese Pflicht voriges Jahr, undübernahm das Kommando unserer damaligen Landestruppen, un-geachtet der bedenklichen Lage meiner Familie. Das Vcrhältnißaber war damals ganz anders. Es befand sich, so zu sagen, keinOffizier im Lande, der sich getraute, meine Stelle zu vertreten.Jetzt aber, da wir Schweizer nur eine Familie ausmachen, zählenwir so viele erfahrene und geschickte Kricgsmänncr, daß dergleichenStellen ohne Anstand mit Leuten, die alles Zutrauen verdienen,zur Genüge besetzt werden können."

Man sieht ohne Mühe, hinter dem Schein aller dieser Gründe,Redings Abneigung gegen ein Verhältnis!, das seiner Denkart,seinem ganzen Gemüth, widernatürlich war, und sein mußte.*)

") Späterhin, im Jahr 1800, ward ich abermals von Paul Nsterisdamals in der. helvetischen Regierung) angefragt, ob Reding dieStelle eines KriegöministerS übernehmen würde? Reding besaß dazu