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mit Vergeffung alles Partei-Strebcns, zu dienen (wie er dennauch kein Bedenken trug, in seiner Heimat ein untergeordnetesAmt zu bekleiden) — wagte es dennoch nicht, jedem Nrtheil, oderVorurthcil, seiner Landsleute Trotz zu bieten. Er war aber auchin Wahrheit viel zu sehr Schwyzer, um, im großen Sinne desWortes, Schweizer zu werden; das heißt, noch zu sehr von jenerDenkart befangen, die aus einem mchrhundertjährigen Födera-lismus heraufgewuchert war, und in welcher erst noch vor zwölfMonaten die Gcbirgökantone dem schwer bedrängten Bern, alses um Hilfe rief, zur Antwort gaben: „Der Bundesfall selnoch nicht eingetreten," in welchem sie zu einem Beistandverpflichtet wären. Selbst den allsälligen Versuchungen der Ruhm-liebe, an der Spitze eines schweizerischen Heeres zu stehen, wider-stand eine noch größere Liebe zu seiner Familie, deren Wünscheihm höher galten, als die eigenen.
In Folge des mir von Mitgliedern des Vollziehungs-Direk-toriums der Republik geäußerten Verlangens, fragte ich in einemmeiner Briefe Reding an, ob er einen Heerbefehl übernehmenwürde? — Hier seine Antwort, die sich thcils auf diese Frage,theils auf unfern damaligen Verkehr wegen der Geschichte vonSchwyz bezog.
Schwyz, den 25. Februar 1799.
„Ihre Aufforderung, mein theuerster Freund, ist so dringend 'und freundschaftlich, daß ich keine» Augenblick anstehen würde,mich sogleich zu Ihnen auf Luzern zu begeben, wenn mir nichtmeine Amtspflicht das Widrige geböte. Statt meiner kömmt aberBürger Schneller, welcher Ihnen noch morgen Abends unser histo-risches Manuskript vorlegen, und sich mündlich mit Ihnen darüberberathcn wird.
lieber die Frage, ob ich das Oberkommando über ein Trup-penkorps annehmen würde, wenn mir solches zur VerteidigungZsch. Ges. Schr. 32. Thl. 8