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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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„offen zum Beistand. Diese rückten erst spät in ungeordneten undunbeholfenen Massen langsam heran, mehr um sich selbst, als umBern, besorgt. Aloys Reding, als Landeshauptmann derSchwyzer, führte die Seinigen bis vor die Thore Berns; baldaber, beim Anblick der allgemeinen Verwirrung, wieder zurück,weil er von seiner Regierung Befehl hatte, „unter solchen Ver-hältnissen nicht umsonst Volk aufzuopfcrn." Bern, Frei-bnrg, Solothurn fielen in feindliche Gewalt, dieser zum Raubegelassen durch die übrigen Kantone, §ereu jeder, unbekümmert umalle andern, einzeln für sich wachen wollte.

In der thörichten Vereinzelung der Schweizer kam dann dasSchicksal -Berns über alle; auch über die drei Urkantone Uri,Schwyz und Unterwalden. Der Landeshauptmann Aloys Re-ding stand an der Spitze seiner Schwyzer. Neben ihm befehligtenaber eigenmächtig durch einander, bewaffnet mit Säbel und Pi-stolen, Crucistr und Rosenkranz, einige Priester das durch sie glau-bensbegeisterte Volk. Reding sah unvermeidlichen Untergang vor.Er weihte sich entschlossen dem Tode für seinen kleinen heimatlichenFreistaat, dessen gesammte Bevölkerung, mit Weibern und Kindern,kaum einem der kleinen Hcertheile Frankreichs von 30,000 — 40,000Mann gleich kam. Rührend war vor den Schlachttagen der Ab-schied von seiner Familie. Auf den Knieen vor seinem Vater lie-gend, empfing er de» Segen des ehrwürdigen Greises.

Bekannt ist der darauf erfolgte Heldenkampf der Schwyzergegen die französischen Brigaden Lei Schtndeleggi und Rothen-thurm (2. März 1798). Die tapfer» Hirten verbluteten an ihreneigenen Siegen. Redings Name ward unsterblich.

Während dieser Zeit schwebte ich in unaussprechlicher Angstund Unruhe. Die tiefe Empörung meines Gemüths gegen denmörderischen Uebermuth der französischen Regierung glich nurmeinem Unwillen über die Zerfallenheit und Erbärmlichkeit der