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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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sich bescheiden ließ, floh er ans der Gegend; wohnte erst in einerAppenzeller-Hüttc auf dein Gebirg über Gais; dann in St. Gal-len; wechselte zwischen Zürich und St. Gallen ein paarmal denAufenthalt und begab sich endlich nach Wien, wo er am 6. Okto-ber 1800 starb."

So endete ein Mann, durch seltene Gaben des Geistes zn großenLeistungen berufen, freudenlos, rühmlos, ohne Recht ans Dank-barkeit der Zeitgenossen, oder des Vaterlandes. Er war ein lie-benswürdiger Privatmann gewesen; aber in kleinlichen Verhältnis-sen vom kleinlichen Ehrgeiz der Herrschlust bestochen, hatte er nichtder Menschheit, nicht dem Vatcrlande, nur seiner Eitelkeit Opfergebracht.

NcdingS Ruh in-

Seit der Erscheinung NcdingS in Reichenau verstoß, biswir einander wieder fanden, kaum die Zeit eines Jahres. Aberwelche ungeheure Ereignisse füllten diese Frist aus; und in wieverwandelten Verhältnissen sahen wir uns wieder!

Noch schwebte uns damals vom Unglück des Vaterlandes keineAhnung an. Ihm brachte indessen häusliches Leiden langenSchmerz. Denn er verlor seine junge Gemahlin, die er unaus-sprechlich liebte. Die Geburt einer Tochter hatte ihr das Lebengekostet.

Bald darauf bereitete ihm der Völkerrechts-mörderische Einbrnchder französischen Heere in die Schweiz furchtbare Zerstreuung. An-fangs schienen nur die an den Grenzen Frankreichs vorliegendenAristokratien, Bern, Freiburg und Solothurn, von denMachthabern zu Paris bedroht zu sein, und die unvorsichtigeTheilnahme büßen zn sollen, welche sie den Feinden der französi-schen Republik bewiesen hatten. Bern rief die übrigen Eidge-