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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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sei das Werk der österreichischen Partei und des Ministers Salisselbst gewesen, um die sranzösischc, oder „patriotische" zn Grundezn richten."

„Es ward eine außerordentliche Standesversammlung nieder-gesetzt, um unparteiische Untersuchung anzustellen. Von der Un-parteilichkeit der Menschen in bürgerlichen Unruhen einer Republik,muß man nicht mehr erwarten, als von Unparteilichkeit der Theo-logen in ihren kirchlichen Händeln. Auch Ulysses von Salis wardvor diese Versammlung berufen. Aber sein Gewissen fühlte erwohl nicht ganz rein. Schon dem ersten Verhör entfloh er. DieseFlucht gereichte zu seinem Verderben. Man versicherte sich seinerPapiere; sein sehr zusammengeschmolzenes Vermögen fiel demFiskus anheim; er selbst ward nachher, als Staatsverbrecher,vogelfrei erklärt. Nie sah er sein Vaterland wieder, auch nach-dem, in Folge einer Reaktion, seine eigene Partei die Oester-reicher nach Bünden berufen hatte, unter dem Vorwand, das Landgegen den Einfall der französische» Armee zn decke»."*)

„Er lebte von da an, als Verbannter, im Kanton Zürich;auch nach Korsakows Nieverlage furchtlos in der Nähe des Haupt-quartiers der französischen Armee, bis man ihn dem General Le-conrbe verdächtigte. Als dieser ihn durch einen Stabsoffizier vor

*) Daß die österreichischen Truppen am 19. Oktober 1798 unter An-führung des Generals von Anffenberg, von den damaligen Macht-habern BLndcnS eigenmächtig, ohne Auftrag und Vorwisscn der Ge-meinden, ins Land gerufen wurden, ist bekannte Thatsache. DerVerfasser obigen Berichts über den Minister NlysscS v. Salis-Marsch-lins fügt hinzu: „Nach Gefangennehmnng des Herrn v. Anffenberg,wnrde ans dessen Korrespondenz, die ein Lieutenant Bacher vom 7.französischen Husarenregimcnt vorfand, und der provisorischen Regie-rung einhändigte, der Hochverrat urkundlich erwiesen."