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recht. Schon im Jahr 1786 erschienen daher die bedrängten Velt-liner mit schweren Klagen über die bündnerische Verwaltung vordem Landcsfürsten (dem souveränen Volk in Rhätien). In ihrenöffentlichen Beschwerdeschriften, die zahlreich erschienen, wurde der»8sAaev Ulxsso« mancher Usurpation in ihren Verfassungen undGesetzen bezüchtigt. Indessen blieb es beim Alten; nirgends wardwesentlich abgeholfen. Die republikanischen Beamten betrachtetendie Unterthanenlandc als unerschöpfliche Goldgruben für sich undihre Familien, bis sich die Veltliner im Jahr 1797 an den Gene-ral Bonaparte wandten, den sie zum Schiedsrichter über sichund die Geldgier und Ungerechtigkeit der Bündner Beamten er-nannten. Bonaparte wollte vermitteln. Die rhätischen Magnatenzögerten. So geschah es, daß der Eroberer Italiens, nach drei-maliger vergeblicher Einladung, Gesandte zu ihm zu schicken, Velt-lin, Cläven und Worms von Bünden trennte. Die darauf erfolgteKonfiskation alles bündnischcn Vermögens in den losgeriffenenLandschaften, stürzte viele Familien in tiefe Armnth."
„Hätte der Minister von Salis, bei der Fülle seines Kraftge-sühls und dem daraus entspringenden Bedürfniß von Viclthätigkeit,weniger Ehrgeiz besessen, oder diesen ans den ihm gewordenenengen Spielraum zu beschränken gewußt, er wäre seinem Vater-lande einer der ersten Wohlthäter geworden. Aber
Der große Mann braucht überall viel Boden;
Und mehrere zu nah gepflanzt, zerschlagenSich nur die Aeste.»
„Niemand zeigte sich gefälliger, als er, im Umgang; Niemandwitziger, geistvoller und, in vertrauten Kreisen, offenherziger. Manerinnert sich noch der naiven Antwort, die er einst in Gesellschafteines schweizerischen Standeshauptcs auf die Frage gab: warumes bei den Graubündnern so verworren in Landesangelegenheitengehe? „Weil jeder Beamte," sagte er, „es mit Keinem so gut