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meint, als immer mit sich selber. Ich kenne nur einen untadel-haften Mann in der Republik, das ist der alte Bürgermeister Ioh.Baptiste von Tscharner (1783) von Chur. Der ist unserAristides."
„Er selbst hatte, bei aller Uebermacht des Geistes, nicht diemoralische Krast, zu den Untadclhaftcn gehören zu wollen. Wehedem, der ihm im Wege stand; wehe dem, den sein Haß verfolgte.Er war ihm überall in den Fersen. Ich möchte nicht Alles indieser Erzählung auffrischcn, was man von ihm, von seiner schlauenEhrsucht, von den oft Unrechten Mitteln weiß, die er wählte, umseine Ziele zu erreichen. Vieles mag auch von seinen Feinden,deren er sich viele machte, entstellt und übertrieben worden sein.Die Beschwerden vr. Bahrdts, den er zur Direktion seinesPhilanthropins nach Marschlins berufen hatte, sind seiner Zeit be-kannt genug geworden."
„Eigentlich war diese Schule durch Joh. Peter Ncscmann,aus Magdeburg gebürtig, in Verbindung mit einem gelehrtenBündner, Namens Planta, in der Nähe der Stadt Chur, znHaldenstein, tm Jahr 1762 gestiftet worden. Nesemann war einWeiser von ächtsokratischem Gcmüth und Geist. Viele der nach-mals ausgezeichnetsten Männer Bündens und der Schweiz em-pfingen hier ihre wissenschaftliche Bildung. Anhaltende Zerwürf-nisse des Eigenthümers vom Schlosse Haldenstein mit den Profes-soren, benutzte der Minister Salis, die Erziehungsanstalt von dort,im Jahr 1771, nach seinem Schlosse Marsch lins zu ziehen. Eswar bei ihm bloß ökonomische Spekulation gewesen. Marschliusaber, in einer niedrigen, sumpfigtcn Gegend, am Fuß der Bergegelegen, gegen Ost- und Nordwinde gedeckt, genoß nicht der ge-sundesten Lage. Immer waren zur Sommerzeit die Krankenzimmermit Schülern angefnllt. Dies, und daß der Minister, ohne Nese-manns Vorwiffen, den vr. Bahrdt berief; daß Nesemann, durch