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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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man sagt, durch einen Brief, den ihm zur böseste» Stunde seinVater sandte, entdeckt, und er verlor durch den rasenden Pöbeldas Leben.

Der kleine Hirtenstaat.

Wie kurz auch mein Aufenthalt in dieser merkwürdigen Familiewar, deren Ahnen schon im dreizehnten Jahrhundert geglänzthatten, gehörte er doch zu den genußvollsten Augenblicken desLebens. Mir war da Alles neu. Alles ungewöhnlich, und dochanziehend und lieb. Mit Aloys erneuerte ich, unter fröhlichenErinnerungen, den alten Bund von Bern. Eine» neuen schloßich mit einem junge», angenehmen Geistliche», der im Hanse Gastwar, wie ich, undHerr Abbe" genannt wurde. Es war Jo-seph Bucsingcr, von Unterwalden, welcher späterhin der Ge-schichtschreiber seines kleinen Heimatlandes, und, als Pfarrer znStans, in den furchtbaren Nothtagen desselben, dessen größterWohlthäter geworden ist.

Ich will aber nicht von unfern geselligen Unterhaltungen, son-dern von der sonderbaren Gestaltung der kleinen Republik reden,in der ich mich befand, sie, die einst Europa mit dem Ruhm ihrerTapferkeit erfüllt nnd ihren alten Namen auf die ganze Schweizübertrug. Sie gefiel mir an und für sich ganz Wohl; und, ichzweifle kaum, man lebte in ihr sehr glücklich; aber ich gefiel mirnicht in ihr und hätte schwerlich inner ihren Grenzen glücklichwerden können. Napoleon wollte sie, wie die andern Demo-kratien am See der vier Waldstätte, alsalterthümliche Merk-würdigkeit", der bloße» Seltenheit wegen, aufbewahrt wissen.Das konnte ein Weltherr, unter dessen Sreptcr Staaten von aller-lei Forme» lagen, in einer Anwandlung guter Laune sprechen;aber wahrlich, Seltenheit allein ist keine Vortrefflichkeit.