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er so lange und rühmlich gefochten hatte, als spanischer Geschäfts-träger diente.*)
Kürzer nnd glücksloser war die Laufbahn eines dritten derBrüder gewesen, Rudolfs, welcher, als Hanptmann der könig-lichen Leibwacht, zu Paris gelebt hatte, bis der 10. August 1792den schweizerischen Lohntrnppcn einen furchtbaren Untergang brachte.Zwar war er dem blutigen Gemetzel dieses Tages entkommen; abersein Zufluchtsort, in welchem er sich verbergen wollte, ward, wie
*) Geboren 1759 zu Schwyz, starb er daselbst, allgemein geehrt, am30. September 1825. Ein schöner Zug hcldcnmüthiger Menschlichkeitverdient von diesem Manne aufbcwahrt zu werden.
Während er Gouverneur in Majorca war, im Jahr 1810, ent-stand eines Tages plötzlich gegen die gefangenen Franzosen Aufruhrdes Pöbels z» Palma. Nazare begab sich auf den Platz. DerLärm war durch ein bloßes Mißverständniß entsprungen. Aber ver-gebens blieb sein Befehl, sein Drohen, sein Bitten gegen die VolkS-haufcn, deren Zahl nnd Wuth von einem Augenblick zum andernstieg. Die Majorcaner bemächtigten sich schweren Geschützes, schlepptencs herbei, richteten es gegen die zitternden Kriegsgefangenen undwaren im Begriff, es abznfeuern. Da warf sich Nazare vor dieMündung der Kanone. Seine Entschlossenheit dämpfte einen Augen-blick den Sturm. Er benutzte das stille Erstaunen der Menge, dieFranzosen zum Hafen zu führen, »m sie nach der Insel Cabreraeinschiffen zu lassen. Er selbst, mit einigen Offizieren, deckte denZug wider den Blutdurst der Horden. Ja, sogar der Bischof, unterdem Geläute aller Glocken, die Monstranz vor sich hertragcnd, schloßsich an. Aber vergebens. Mehrere Franzosen wurden noch verwundetnnd ermordet. Nazare selber wurde verwundet; hinter ihm einerseiner Offiziere mit Dolchstichen durchbohrt, de» er, nm ihn vomTode z» retten, auf seinen Schultern in ein Boot trug, während ersich mit dem Säbel in der Faust gegen die heulenden Mörderbandcnschlug.