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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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Reding zu suche». Man zeigte mir links der Straße, am Eingangdes Fleckens Schwyz, ein geräumiges Haus, von städtischer Bau-art, Schmidtgasse geheißen, als seine Wohnung. Ich fand ihnin der Mitte seiner Familie und für mich den freundlichsten Em-pfang von Men. Es schien, als wäre ich ihnen durch ihn schonbekannt gewesen, ein alt befreundeter Gast.

Menschen und Dinge, die mich hier umgaben, machten ans micheinen ganz cigcnthümlichen, fremdartigen, doch nicht nnangcnehmenEindruck. Das Haus, etwas alterthümlich oder veraltet, im halb-vcrmischten Styl eines andern Jahrhunderts, sprach in seinemInnern durch ein beguemlichcs, heimeliges Wesen an. Die Zim-mer, einige noch in altfranzvsischcm Putz, andere schlicht nach Lau-dessttte, andere nach späterer, städtischer Weise versehen, zeigtenin ihren Geräthen und Verzierungen die Zcitfvlgcn des wandel-baren Geschmacks; aber geräumig, hell und sauber, umfingen siejeden Eintretendcn mit zusagender Behaglichkeit, in der er sich so-gleich, wie zu Hanse, fühlte. Aehnliche Gegensätze in Sitte,Ton, Titel und Tracht der liebenswürdigen Bewohner des Hauses.Die Frauenzimmer erschienen in de» feinste» Stoffen, zuweilenreich, doch nur halbstädtisch gekleidet; gleich andern Bäuerinnendes Thals trugen sie aber die kleinen Goldhanbcn, mit hohem,hclmartig am Hintcrkopf niedergehendem Spitzcnwerk, dazwischenauch Kunstblumen zitterten. In der Familie, von welcher später-hin einige Glieder europäischen Namen gewannen, herrschte höchsteinfaches, patriarchalisches Wesen, wie irgend in der Hütte einesSchweizers; aber mit einer milden Anmnth und Bildung gepaart,wie man nur in den sogenannten feiner» Kreisen der Gesellschaftzu finden gewohnt ist. Das Schönste aber, und worin Alles indiesem Hause eine gewisse Verklärung bekam, war die Herzlichkeitund fromme Liebe, mit der Eins am Andern hing.

Es war mir rührend, die aufmerksame, zärtliche Ehrfurcht zu