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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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lands erblickt; nirgends ruhige Begeisterung für Tugend, Vater-land, Freiheit, nur frevelnden Witz und ruchlose Wuth; alten,verblichenen Pomp der zerstörten Monarchie mit demokratischemFirniß überzogen. Ich hatte Frankreich mit Ekel verlassen undmich in die Schweiz zurückgcflüchtet, wenn auch ohne Hoffnung,hier bei Unterthanen, denen man die edelsten Rechte der Mensch-heit verkümmerte, und bei Nathshcrrn-Rcgiernngcn in reichstädtischenFormen, den Abgott meiner Sehnsucht, ein wahrhaft freies, hoch-menschliches Staatslcben zu finden. Aber die Einfalt des Hirten-lebcns unter den Umgebungen einer majestätischen Natur, aberdie einsame Wundcrwelt der Alpen, wo ich meine Verwandt-schaft mit dem Göttlichen reiner und tiefer fühlte, erquickte undstärkte mich.

ES ist ein gefährliches Ding i» Schulen, zumal in monarchi-schen Ländern, den Geist des Jünglings unter den Helden Plu-tarchs erwachsen zu lassen, und ihm das hehre Griechenland undNom zur ersten Heimat zu machen. Er findet jenseits der Schule,lm Alltagsleben, das verlorene Paradies nicht wieder, welchesfreilich mehr in seiner Einbildungskraft blühte, als im wirklichenAltcrthnm. Die Geschichte ist immerdar schöner, als das Ge-schehene, nur das Bild der Landschaft im Malerspiegcl mit reinemUmrissen und Färbungen erscheint als unmittelbar vor den Augen.Das Heimweh bleibt dem Jüngling.

Wie sich der See, nach sechs Stunden Fahrt, rechts zu denschroffen Ufcrfelsmassen der weiten Schlucht Von Uri bog, schwollvor mir atlmälich das Brunner Gestade des Landes Schwyz, mitseinen in Frnchtbänmen halbverborgencn Dörfern, zerstreuten Hüt-ten und Wiesen, empor bis zu den zerklüfteten Bergfclsen desMythen und Haken. Wir landeten dort. Ich wandelte wohlge-muth den schmalen, steinigen Fahrweg von Brunnen nnd Jngcbohl,über den Wildstrom der Mnotta, gen Schwyz, meinen Freund