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dächtniß weniger, als imserm Herzen vertrauten. Ich mußte Wortund Hand darauf geben, ihn bei meiner Rückkehr von Paris znbesuchen. Noch eine Umarmung und wir schieden.
So entstand aus heitcrm, jugendlich .leichtem Sinne eine freund-schaftliche Verbindung, die der Zufall tändelnd herbcigcführt hatteund die er eben so tändelnd wieder losen konnte. Aber sie bliebdauerhaft fürs Leben.
Besuch in Schwyz.
Im Spätsommer desselben Jahrs, bei schöner Morgenfrühe,schwamm ich auf einem Schifflcin von Luzern über den Wasser-spiegel des Vierwaldstättersees hin, zwischen den riesigen Pyrami-den des Pilatus und Rigi, die sich, wie Duft ans Luft gemalt,in den blauen Himmel cmporflrecktcn, und sich unter mir, in denzitternden Wellen wiedcrgespiegclt, einem andern Himmel aus derTiefe cntgegcnscnkten. Vom Hintergründe, über der Dunkelheitder gedrängten Gebirgsmassen, leuchtete mich der ewige Schneeeinzelner Gletscher an. Mein Weg war nach Uri, über die Alpenam Gotthard, gen Chur im Bündnerlande. Ich fühlte mich injener Frische und Freudigkeit des Gemüths wieder, die nur derJüngling kennt, wen» er, nach den ersten Enttäuschungen desLebens, aus die Wirklichkeit seiner heiligen Urbilder nnd den Werthdes Zeitalters Verzicht geleistet hat, und nun, gleichsam Fremd-ling in dieser Welt, aber getröstet durch den Gott in seiner Brust,stolz den Abenteuern der Zukunft entgegen schreitet. Es ist derZustand von heiterer Seelenruhe, welcher sich cinstcllt, wenn sichdas Auge müde geweint hat.
Von Paris znrnckgekommen, hatte ich dort nur das selbstsüch-tige, irre, wankelsinnige Treiben der Menge, nicht die erhabeneEinfalt der Aristide» »nd Phocivnc des republikanischen Griechen-