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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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die Dienste der Republik zu ziehen, weil schon dessen Name mehr,als die größten Zurüstungen, das Vaterland gegen FrankreichsAngriffe sichern würde. Aber aus begreiflichen Gründen ward dieseunerwartete Empfehlung zurückgewiesen.

Als Frankreich endlich die Schweiz kriegerisch überfiel, warErlach seit 1798 durchs Loos Schultheiß zu Burgdorf. Sonn-tags den 4. März 1798 meldeten ihm ausgesandte Boten, daß derVortrab des Schauenburgischen Heers wirklich in Bätterkindeneingerückt sei.") Ohne Säumen schrieb er der provisorischen Re-gierung in Bern, ihm Munition für vierzehn im Schlosse Burg-dorf befindliche Kanonen, und einige Kanoniers zu senden. ZweiStunden, vor Mitternacht langte folgende Antwort an:ObwohlenWir die sichere Nachricht erhalten haben, daß die Franzosen UnserTerritorium nicht betreten werden: so wollen Wir dennoch EureAnzeige nicht gänzlich außer Acht setzen und senden Euch die an-begehrte Munition." Aber ohne einen einzigen Kanonier. EineStunde nachher erschien bei Erlach ein anderer Eilbote von Bern,mit Befehl:alle mögliche Mannschaft an sich zu ziehen und dieFranken anzngrcifen."

Nur die ungeheuere Verwirrung, welche damals in den Ge-schäften der bernischen Regierung herrschte, macht diese Nachläs-sigkeiten und Widersprüche begreiflich. Der Schultheiß von Burg-dorf eilte in der Frühe des folgenden Morgens gen Oberburg,wohin, als Sammelplatz, die Mannschaften strömten aus den Ge-birgen des Emmcnthals. Kaum trat er zu dem bewaffneten Hansender Landlcute, als derselben einer rief:Auch der da ist einervondenVatcrlands-Verräthcrn!" Lärmend und drohend um-

*) Solothurn und Freibnrg waren schon am 2. März in die Gewaltdes Feindes gefallen. Bätterkinden ist ein Berner Dorf an denGrenzen von Solothurn.