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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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gab ihn das verwilderte Volk. Vergebens nannte er ihnen seinenNamen, vergebens, daß er gesandt sei, sie gegen den Feind an-zuführen. Man wollte sein Leben. Bald bittend, bald mit denPistolen drohend, fristete er es, bis mehrere Hundert Flüchtlingevom Fraubrunner Schlachtfeld ankamen. Ihrer einige erkanntenihn, und wurden seine Verthcidiger gegen den rasenden Pöbel.

Jetzt gelang cs ihm, Ordnung und Vertrauen herzustellen.Er selbst nahm die Trommel, wirbelte den Rappel, reihte die ver-worrenen Massen der Bewaffneten in Glieder, theilte sie in Kom-pagnien und war im Begriff, mit seinem Heerhausen von 4000Mann gen Bern zu ziehen. Allein Bern war schon in Schauen-burgs Gewalt; man hatte in der Hauptstadt mit dem Sieger fürdas ganze Land kapitulirt. Sv entließ er die Schaaren wieder inin ihre Heimat.

Mit der Staatsveründerung verlor er sein Amt und folglichdas Einkommen aller folgenden Jahre, gegen eine sehr unbedeu-tende Entschädigung.

In dem ganzen Zeitraum der Revolution lebte er unthätig undunbemerkt; immer aber blieb er seinen Grundsätzen und den Hoff-nungen getreu, daß früher oder später die Einheit Helveticas auf-gelöst und die alt-eidgenössische Staatsordnung mit verjüngtemGlanze wieder aufgerichtet werden müsse. Dies ward nun desthatcndurstigen Mannes Lieblingsthema.

Zu keiner Zeit waren diese Hoffnungen lebendiger, als imHerbstmond des Jahres 1801, da in Bern die allgemeine helvetischeTagsatzung eröffnet ward, und in derselben die Anhänger des Fö-deralismus förmlich-gegen Beibehaltung der schweizerischen Staats-einheit protestirtcn. Die Partei der Föderalisten, an deren SpitzeAloys Reding von Schwyz stand, drängte sich immer enger zu-sammen, und Erlach war einer der Ersten, welcher einen ge-heimen Bund derselben in allen Kantonen, unter dem Namen