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jugendlichem Ungestüm in den Strom aller jener ausschweifendenVergnügungen stürzte, welche Alter und Gelegenheit den jungenKriegern darbietcn. Während seines Aufenthalts in Frankreichwaren es besonders die Werke des Helvctins, Rousseau undVoltaire, welche bei ihm den Rang vor allen andern nahmen,und seinem Geschmack eine bestimmtere Richtung ertheilten.
Auch als er in seinem einundzwanzigsten Jahre nach Bern zu-rückgekchrt war, und sich vermählt hatte, blieb er seinem Zielegetreu. Natürlicher Frohsinn, beständige gute Laune und die Mengeder Schwänke und Anekdoten, womit sein Kopf angefüllt war,machten ihn zum angenehmen Gesellschafter. Er stndirte dabei un-ablässig, und bildete sich eine Bibliothek ans den besten Schrift-stellern. Das Ausgezeichnetste derselben war, was zugleich eineseiner Eigenheiten bczeichnetc, eine Sammlung aller bekanntenreligiösen Hauptbücher der verschiedenen Nationen, die Bibel, derB-Kim und U-Kim der Sincsen, Zorvasters Zcndavcsta, derVcdam der Braminen, die Edda der Isländer, der KoranMuhamcds, der Talmud der Rabbincn ». s. w. Auch machteer noch, um seine Kenntnisse zu vervollkommnen, eine Reise durchFrankreich, England, Holland und Flandern.
Inzwischen empfand er bald, daß der ruhige Gang der Mit-bürger den Wünschen seines rege» Geistes nicht entsprechen wollte.Er entwarf eine militärische Ordonnanz für die berncrische Land-miliz, die selbst der bekannte General Lentnlus zweckmäßig ge-funden haben soll, von den bernerischen Kriegsräthcn aber wedergelesen noch angenommen wurde. Mißvergnügt hoffte er für seineThatenlust in fremden Landen glänzendere Bahnen zu entdecken.Sein erster Blick fiel ans Rußland. Da aber ein gewisser Ers-kinc im letzten Jahr des amerikanischen Freiheitskriegs ein Schwei-zer-Regiment in Diensten der englisch-ostindischen Kompagnie er-richten wollte, nahm er bei diesem Regiment, meistens aus Land-