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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
Entstehung
Seite
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leute, und übernahm mit Vergnügen die Stelle eines Feldpatersbeim zweiten Piquct der Hilfstruppcn, welches Schwyz im Jahre1798 dem von den Franken bedrohten Bern zu Hilfe senden wollte.

Das Piquet war noch in Luzern, als schon die Nachricht vonder Eroberüng Solothurns durch Schauenburg cintraf. Stigcr,obwohl nur berufen, geistlichen Trost zu geben, wollte mehr lei-sten, Weniger sein heiliges Amt, als seine Beredsamkeit, hatteihm die blinde Zuversicht der Krieger erworben. Er befahl ihnenvorzurücken in Eilmärschen, während er selbst nach Bern fliegenwürde, das erste Piquet der Schwyzer aufzusuchen. Er eilte da-hin, Aber schon in °Signau begegnete ihm der Vortrab des Pi-qnets, welches, da Bern verloren war, den Heimgang angetretenhatte. Nun durchzog er die Thälcr des Enilibuchs, versammelteum sich die Landleute, und munterte sie auf, dem vordringcndenFeind entgcgenznziehen, und Religion und Vaterland bis zum letz-ten Blutstropfen zn vertheidigen.

Unterdessen waren die schwyzerischen Hilfstrnppen in ihren Kan-ton zurückgekehrt. Auch Pater Paul erschien wieder bei ihnen,und betrieb es, daß man die bewaffnete Mannschaft beibehielt.Ohne Ruhe eilte er umher durch alle Thälcr der Wald- und Bcrg-kantone, die Hirten zum Kampf anzumahncn. Welche Hoffnungen,welche Schrecken die Religion den armen Sterblichen geben kann,lieh sie seiner Beredsamkeit. Wohin er trat, verschwand die stilleUeberlegung vor dem alles betäubenden Wahnsinn des Glau-benseifers.

Die Vorsteher des Volks in den von Frankreich bedrohten Kan-tonen sahen mit Vergnügen den erwachende» Grimm der Landleute,welcher ihren eigenen Wünschen entsprach. Gleichgültig gegen dieMittel, den Enthusiasmus des großen Haufens zn wecken, schienihnen jedes das bessere, welches am schnellsten zum Ziele führte.Aber dies ist der Fehler der meisten Großen, daß sie, nur das Be-