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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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dürfniß des Augenblicks berechnend, den ungeheure» Schwarm derFolgen nicht ahnen, welchen ihre Kurzsichtigkeit in Behandlung derUmstände herbeilockt. Bald sind sie nicht mehr der Umstände Mei-ster, sondern sic werden von diesen beherrscht, und hinweggetricben.

Paul Stigcr und einige andere Geistliche, unter welchen derPfarrer der Waldstatt Einsiedcln, Marianus Herzog am mei-sten hcrvorging, waren die Seele des allgemeinen Aufstandes ge-gen Frankreich, und bald auch die Beherrscher der Menge. EinKriegsrath des Landes war ernannt; aber die Priester gaben ihmden Befehl. Pfarrer Marianus stand an der Spitze des Haufens,welcher den Gebirgspaß am Ezcl beseht hielt; ihm gehorchtenKriegsvolk und Hauptlcute; Paul Stiger zog mit der Schaar,welche Nlohs Neding, der Landeshauptmann, nach Luzern führte.Rcding schloß die Kapitulation mit dieser Stadt; Pater Paul aberverwarf die Kapitulation. Um den Kapuzinerkittel das Schwertgegürtet, die Tonsur mit dem Hut bedeckt, halb Soldat, halbMönch, befahl er die Plünderung des Arsenals, und das Volkgehorchte, machtlos war der Landeshauptmann.

Da sich die Schwpzer, beim Anzug der fränkischen Brigaden,auf die Grenzen ihres eigenen Kantons znrnckzogen, und dieselbe»mit unglaublichem Heldenmuty vcrtheidigten, war Pater Paulüberall nur da, wo die Gefahr am größten war. Er stand imKamps bei Wollrau, im glücklichen Gefecht an der Schindel-eggi, und im Treffen bei Nothenthnrm und Morgarten.Er munterte die Fechtenden ans, und eilte, als bei Rothenthurmder Waffenstillstand geschloffen wurde, nach Arth, wo noch am3. Mai mit Erbitterung gestritten ward. Als aber sein heimat-licher Kanton nach einem ruhmvollen Kampfe, nur erschöpft, nichtüberwunden, sich unter Frankreichs Willen beugte, verließ er Hel-vetica und floh auf St. Gerold im Tyrol.

Sein Vaterland hatte er verloren, aber nicht seinen unvertilg-